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Bienen Ableger. Wie du schnell Bienen-Ableger bilden kannst ohne viel Honig zu verlieren.

Leider hatte ich dieses Jahr auch einige Winterverluste zu verzeichnen. Dummerweise sind mir die noch in der letzten Woche vor der ersten Tracht, hops gegangen. Da hatte ich bereits zusagen gemacht, dass ich einige Völker verkaufen kann. Von meinen 10 Völkern hatte ich im Herbst bereits zwei aufgelöst, zwei habe ich verkauft und zwei sind mir im Frühjahr ein gegangen. Damit blieben mir also vier Bienenvölker.

Varroaskorpion

Bücherskorpion bzw. Varroaskorpion, er frisst Milben & gilt als Bienen- Symbiont.

Von den vier Völkern sind drei echte Schwächlinge und eines ist stark. Witzigerweise ist es ausgerechnet das, bei dem ich die letzte Varroabehandlung ausgelassen habe. Ich entschied mich

gegen eine Behandlung, da ich in der Beute den Varroaskorpion entdeckt habe. Der Varroaskorpion (Bücherskorpion) gehört zu den biologischen Maßnahmen der Varroabekämpfung. Da dieser Skorpion zu den Milben zählt, würde er den Maßnahmen auch zum Opfer fallen.

Bienen Ableger bilden mit dem Einwaben-Ableger

Ursprünglich hatte ich mir für dieses Jahr vorgenommen ein paar Bienenköniginnen zu ziehen. Dafür benötigt man aber 5 bis 6 starke Völker, um ein entsprechendes Startervolk zu erstellen.

Also musste eine andere Maßnahme zur Bienenvermehrung her. Nun mochte ich keinen Bienen Ableger kaufen und dennoch wieder auf etwa zehn Völker kommen. Die Entnahme der Ableger Bienen führt jedoch meist zu deutlichen Einbußen bei der Honigernte.

Da mein Kundenstamm inzwischen recht groß ist, kann ich also nicht jede Menge Ableger Bienen entnehmen. Bei im Grunde nur einem zuchtwürdigen Volk, was zugleich auch Ertragsvolk ist ein schwieriger Balanceakt.

Was beim Bienenableger mit Einwaben-Ableger zu beachten ist

Bei meinen Recherchen zu diversen Artikeln bin ich über den Einwabenableger gestolpert. Das Verfahren wird von Dr. Pia Aumeier beschrieben. Wer schon länger Imker ist, kennt diesen Namen bestimmt schon aus diversen Zeitschriften. Hier der Artikel Wie aus einer Wabe ein Bienenvolk wird.

Der Artikel kommt von der Seite der Imkerschule Bad Segeberg. Allerdings musst Du den Artikel auch genau lesen und auf die Details achten. Folgende Punkte sind beim Einwaben-Ableger hervorzuheben.

  • Die Imkerschule Bad Segeberg nutzt normalerweise Segeberger Beuten. Segeberger Beuten haben einen höheren Dämmwert als Holzbeuten, wie die Liebig Beute
  • Im Artikel handelt es sich um Dadant Waben. Das heißt die Rähmchen sind größer als bei Deutsch Normal Maß. Damit erwischst du im Zweifel weniger Bienen.
  • Pia Aumüller imkert normalerweise mit der Bienenrasse Buckfast. Diese bildet meist ein etwas anderes Brutnest, was etwas großflächiger ist. Allerdings sollte es beim Carnica-Ableger auch gehen, da sie als Gebirgsbiene zumindest früher, als besonders frühe Biene galt.

Vorgehen beim Einwaben-Ableger als Brutableger

Zur Bienen-Ableger Bildung wird nur eine einzige Brutwabe entnommen. Dafür gibt es drei mögliche Termine, welche Du auch alle drei nutzen kannst.

Die Entnahme Termine für die Bienenbrut:

  1. Mitte April
  2. Ende April
  3. Mitte Mai

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Die Schritte zum Bienen Ableger bilden:

  1. Es sollte möglichst ein Tag sein, an dem es über 10 °C sind. Auch zu viel Wind ist ungünstig. Die Nächte sollten wenn möglich frostfrei sein. (Die Frostfreiheit ist aber kein muss)
  2. Entnimm von einem gut entwickelten Bienenvolk eine Brutwabe mit überwiegend verdeckelter Brut. Auf der Wabe sollte sich aber auch noch ein handtellergroßer Bereich mit jungen, frisch geschlüpften Larven (ggf. sind daneben noch Eier) befinden. Hieraus können sich die Bienen dann eine neue Königin ziehen. Natürlich musst Du prüfen ob die Königin auch nicht auf der Wabe ist. Wenn Du nur eine Wabe prüfst, solltest Du die Königin finden, falls sie auf der Wabe ist, und setzt sie zurück ins Volk. Außerdem sollte die Wabe auf jeder Seite mindestens zur Hälfte mit Bienen besetzt sein.
  3. Hänge die Brutwabe in einen Ablegerkasten oder eine leere Zarge bzw. Beute. Schiebe sie ganz an den Rand.
  4. Neben die Brutwabe hängst Du jetzt eine Mittelwand. ggf. auch zwei Mittelwände.
  5. Neben die Mittelwand hängst Du eine Futterwabe. Die solltest Du noch vom Frühjahr haben, wenn du überschüssiges Winterfutter entnimmst, damit es nicht in den Honig gelangt. Du kannst aber auch einfach eine Dose mit Flüssigfutter und Schwimmhilfe in die Beute stellen. Das Futter kannst du natürlich auch aus Zucker selber machen. Hier solltest Du aber nicht mehr als 1 Liter geben.
  6. Dann verschließt du den Ablegerkasten bzw. die Bienenbeute und engst das Flugloch so weit wie möglich ein. Sollte ein offener Beutenboden vorliegen, dann schließe ihn besser.
  7. Die Ablegerbeute gehört jetzt nach Möglichkeit an einen Standort der mindestens zwei Kilometer entfernt ist, damit die Flugbienen nicht zum alten Volk zurück fliegen. Wenn du viele Ableger bildest, dann stelle die Beuten nicht direkt nebeneinander. Bzw. sorge dafür dass sie sich gut unterscheiden. Sollte die Bienenkönigin beim Hochzeitsflug ins falsche Flugloch krabbeln, dann ist sie verloren.
  8. Jetzt heißt es warten. Nach etwa 12 Tagen wird die Bienenkönigin schlüpfen. (die Larve ist meist schon 4 Tage alt). Dann braucht sie ein paar Tage zur Geschlechtsreife und ein paar Tage für die Begattung. Und noch ein paar Tage bis sie Eier legt. Nach etwa 28 Tagen kannst Du deine Bienen wieder besuchen und schauen ob alles geklappt hat. Wurde eine neue Königin gezogen oder ist das Volk drohnenbrütig? Im Allgemeinen wird die Königin bereits mit dem Eier legen begonnen haben.
  9. Auf der einzelnen Wabe kannst du die Bienenkönigin gut finden. Jetzt kannst du die Bienenkönigin zeichnen. Was du aber auf alle Fälle machen solltest ist eine Varroabehandlung mit Milchsäure. Die ist jetzt ohne Bienenbrut besonders Effektiv. Außerdem brauchst Du das Volk so erst im Spätsommer zu behandeln und störst nicht die Entwicklung der jungen Bienenkolonie durch Varroamittel.
  10. Das Völkchen wird jetzt immer wieder erweitert und gefüttert (ca. alle 2-3 Wochen). Dazu an den Brutnestrand eine Mittelwand geben und außen eine Futterwabe oder Flüssigfutter für Bienen.
  11. Ab September wird das Volk für den Winter eingefüttert. Jetzt ist auch eine Varroabehandlung mit Ameisensäure günstig.

Wer möchte kann das Volk auch noch mit einer gekauften Bienenkönigin umweiseln. Entweder wenn das Volk ohnehin noch klein ist, oder im Herbst, wenn die Bienen eine neue Königin ohnehin gut annehmen.

Meine Erfahrungen mit dem Einwabenableger beim Bienen Ableger bilden

Ich habe im ersten Schwung vier Einwabenableger gebildet. Aus meinem starken Volk habe ich Anfang/Mitte Mai zwei Waben entnommen und in eine Ablegerbeute gehangen. Von den schwächeren habe ich auch bei zweien je eine Wabe entnommen. Beim dritten Schwächling habe ich es gelassen.

Dummerweise wurde es just an diesem Tag abends wieder recht kühl, um die null Grad. Mir kam das durchaus Riskant vor.

 

Mehr durch Zufall, ergaben sich bei der Erstellung der Ableger leichte Unterschiede. Bei einem habe ich zum Beispiel den Beutenboden offen gelassen. Bei anderen habe ich noch eine Bienen von einer Brutwabe abgestoßen.

Ich habe mir die Aufstellung 2 km entfernt gespart. Den Ablegerkasten habe ich einfach neben den Bienenstand gestellt. Normalerweise sitzen auf den Brutwaben auch nicht so viele Flugbienen. Die Aufstellung am Standort war ein Grund, warum ich dann bei den letzten beiden, noch die Bienen einer Brutwabe dazu gegeben habe.

Ich konnte es nicht abwarten, ob es funktioniert und habe nach ein paar Tagen die Ableger überprüft, ob sie eine Weiselzelle angelegt hatten. Bzw. ob sie überhaupt noch leben. Aus meiner Sicht sah es so aus, dass am Rand einige Bienen in ihren Zellen erfroren sind. Bzw. sind einige nicht fertig geschlüpft und steckten noch mit ausgestrecktem Rüssel in der Zelle. Was aber nur vereinzelt vorkam.

Bei einem Ableger fand ich Eier, konnte aber nicht so recht eine Weiselzelle ausmachen. Ich suchte auf der Wabe bzw. in der Beute nach der Königin, konnte aber partout keine ausmachen. Die Eier waren bei der Kälte wohl auch abgestorben und die Bienen hatten sie noch nicht ausgeräumt. Eine Königin war nicht da, denn ich habe sie später im Muttervolk gefunden. Eine Zelle befand ich könnte eine Weiselzelle sein. Allerdings zeigte sie nicht so typisch nach unten.

Drei der vier Völker hatten definitiv eine Weiselzelle gebildet. Die wo ich Bienen hinzugab, waren etwas weiter, sie machten einen deutlich besseren Eindruck. Bei den Ablegern ohne zusätzliche Bienen war die Weiselzelle noch offen, als ich geprüft habe. Das Volk wo ich keine Weiselzelle ausmachen konnte, war das mit dem offenen Beutenboden.

Bei dem Problemfall hängte ich noch eine Brutwabe zu. Ca. der 8 Tag nach dem Bilden des Ablegers.

Bis zum 13 Tag war am Flugloch der Ableger eigentlich nichts los. Mit Glück konnte man mal eine Biene sehen. Ab dem 13. Tag kam Betrieb ins Flugloch. Alle Völker sammelten Pollen. Interessanter Weise auch der Ableger, wo ich eigentlich keine Weiselzelle gesehen habe, bzw. mir darüber etwas unschlüssig war.

Nach aktuellem Stand kann ich sagen, dass es allen Einwabenablegern gut geht. Ich bin derzeit zuversichtlich, dass das funktioniert. Auch aus den Foreneinträgen die ich gefunden habe, geht hervor, dass die Methode mit dem Einwabenableger funktioniert.

Die Honigernte im Mai war denn auch sehr erfolgreich. Das starke Volk schien mit der Entnahme der zwei Waben keine Probleme zu haben. Sowohl Honigraum als auch Brutraum waren voll. Daher habe ich dann noch zwei zwei-Brutwaben-Ableger gebildet. Das habe ich dann auch zur Schwarmverhinderung gemacht. Denn wenn erstmal Schwarmstimmung herrscht, dann sammeln sie auch nicht mehr richtig Honig.

Die Entnahme von vier Waben, hat dem Volk dann aber schon zugesetzt. Die Bienenmasse ist zu vorher durchaus geringer. Einer der Schwächlinge hat sich dann doch noch gut gemausert und einiges zur Honigernte beigetragen. Auch hier habe ich mir erlaubt einen zwei Waben-Brutableger zu bilden.

Damit habe ich aus einem starken und drei schwachen Völkern immerhin 11 Völker gebildet. Zumindest bis Stand Ende Mai. Sollte die Volksentwicklung es zulassen, dann würde ich wohl noch einen bilden.

Erkenntnisse zum Einwaben-Ableger und Volksstärke

Im Grunde hat die Situation etwas sehr angenehmes. Da ich reichlich und zeitig Ableger bilde, habe ich keine große Sorge mit Schwarmverhinderungsmaßnahmen. Ich werde wohl keine Schwärme einfangen müssen.

Selbst die Honigernte ist einfacher, wenn die Beute nicht vor Bienen überquillt. Die Varroabekämpfung bei den Ablegern ist deutlich überschaubarer, als bei großen Brutablegern.

Allerdings werde ich in Zukunft, Schwächlinge im Frühjahr vor der ersten Tracht vereinigen. Eine alte Imkerweisheit sagt, dass die Völker möglichst gleich stark sein sollen. Das ist das erste Mal, dass ich derart schwache Völker dabei habe. Ein starkes Volk bringt Honig und Waben für Ableger. Beim schwachen Volk ist nicht klar, was man am Ende davon hat.

Wer Imker werden will, kann ja auch einfach nur eine Brutwabe mit Bienen vom Imker kaufen. Am besten im Mai. Honig und andere Bienenprodukte gibt es dann halt erst im Folgejahr.

Allgemeines Vorgehen beim Bilden von einem Brutableger

Normalerweise ist eine Wabe recht knapp. Besser ist es Ableger mit zwei, drei oder vier und mehr Waben zu bilden. Der Brutableger ist eine gute Möglichkeit einer Varroasanierung. Du entnimmst mit den Brutwaben einem Volk ca. 80 Prozent der Varroatose-Milben.

Für jeden Monat kommt beim Brutableger eine Wabe dazu. Im Mai zwei, im Juni drei und im Juli vier Brutwaben. Ein Faktor ist, ob die Bienen die Königin selbst ziehen sollen, oder ob Du eine zusetzt. Hat das Volk, wie beim Kehrschwarm, gleich eine Bienenkönigin, dann entspricht das etwa einer Wabe. Denn vom Ansetzen der Königin bis zum Eier legen dauert es ca. einen Monat.

Bienen Ableger kaufen

Wenn du Bienen Ableger kaufen möchtest, dann schau doch mal auf imkermarkt.de.

 


 

Viel Erfolg beim Ableger bilden wünscht Imkerpateimkerpate_sehr_klein

 

 

13 Comments

  • Ulrike Koberg

    Reply Reply Mai 18, 2016

    Hallo Christoph,

    Dr. Pia Aumeier imkert nicht mit Buckfast. Sie ist nicht mit der Imkerei Heike Aumeier verwandt. Das wurde sie mal in einem Seminar, an dem ich teilnahm, gefragt. Ansonsten finde ich deinen Blog sehr informativ und lehrreich. Weiter so. 🙂

    Liebe Grüße, Ulli Koberg, Oberhausen Rheinland

    • Imkerpate

      Reply Reply Mai 18, 2016

      Danke Ulrike für den Hinweis. Ich habe das wohl leider durcheinander geworfen.

  • Claus

    Reply Reply Juli 11, 2016

    Hallo Imkerpate!
    Ich habe einen Ableger auf Rähmchen bekommen, die so fett überwachsen sind, dass ich sie kaum zusammenschieben kann. Da die Waben dauerbebrütet werden, weiß ich nicht, wie ich sie loswerden kann und hoffe auf einen Rat von Dir.

    Vielen Dank!

    • Imkerpate

      Reply Reply Juli 15, 2016

      Wenn du die Waben etwas an den Rand vom Brutnest hängst, wird die Brut ggf. irgendwann ausgelaufen sein. Ansonsten kannst du die Waben in den Honigraum hängen so dass die Bienen schlüpfen können und du die Waben ggf. zum Schleudern oder als Futterwaben entnehmen kannst.
      Beim Hochhängen die Bienen in den Brutraum abkehren, so dass die Königin nicht in den Honigraum kommt.

  • Claus

    Reply Reply Juli 16, 2016

    Das mit dem Honigraum werde ich versuchen, danke.

  • Martin

    Reply Reply Juli 19, 2016

    Hallo

    Wieviel Dadant Brutwaben sollte ich jetzt mitte Juli für einen Ableger nehmen ?
    Habe eine begattete Königin.
    Ich habe keine ausgebauten Waben mehr also nur noch Mittelwände.
    Schaffen sie das noch zum ausbauen ?

    mfg

    • Imkerpate

      Reply Reply Juli 19, 2016

      Mindestens drei gut gefüllte Brutwaben. Das Ausbauen fällt den Bienen jetzt schwerer. ggf. Kannst Du Waben aus dem Honigraum eines anderen Volkes verwenden. Wenn du ohnehin ein Volk schröpfst, dann kannst du es ggf. auch gleich auf eine Zarge verengen, dadurch gewinnst du nochmal ein paar Waben.

  • Martin

    Reply Reply Juli 19, 2016

    Danke.

    Wieviel Bienen pro Brutwabe soll ich ca mit geben?
    Oder soll ich die voll besetzten Brutwaben nehmen?

    Habe nur halbe Honigräume , bei der TBE bauen sie ja auch noch aus.
    Wenn man 1:1 Füttert ?

    ?

    • Imkerpate

      Reply Reply Juli 19, 2016

      1-2 Handflächen voll je Seite. Ja bei reichlich Futter werden die Waben ggf. noch ausgebaut. Allerdings müssen die Bienen ja auch noch schlüpfen und Wachsdrüsen bilden. Das braucht noch Zeit. Das kann auch Knapp werden. ggf. Könntest Du auch erstmal eine Halbwabe einhängen. Damit hat die Königin platz um Eier zu legen. Honigwaben werden da gerne angenommen. Die Bienen werden die Wabe einfach nach unten erweitern. Du kannst das später wegschneiden. Ansonsten lass sie einfach die Mittelwände Ausbauen.
      Was das Verhältnis von Wasser zu Zucker angeht. Da nehme ich normalerweise imm er 2 Teile Wasser auf 3 Teile Zucker. In dem Verhältnis ist es unwahrscheinlicher, dass die Zuckerlösung gärt und die Bienen können sie schneller verarbeiten.

  • Kerstin

    Reply Reply August 3, 2016

    hallo,
    unser imkerpate hat uns dieses jahr im stich gelassen. nun stehen wir als neulinge ziemlich dumm da.
    kannst du uns helfen und sagen, ob wir nun zuerst die varroabehandlung machen sollen oder füttern sollen? können wir jetzt im august von unseren 2 völkern überhaupt noch ableger machen und wenn ja, auf was müssen wir dann achten?

    gruß
    kerstin

    • Imkerpate

      Reply Reply August 7, 2016

      Schau in die Beute oder Kippe sie an. Folgende Kriterien beeinflussen die Entscheidung, ob zuerst gefüttert oder zuerst behandelt wird.
      zuerst füttern kannst du wenn:
      1. Futter vorhanden (mind. 2 volle Futterwaben)
      2. die Varroabelastung OK ist (es fallen <10 Milben pro Tag)
      3. Wetter (bei hoher Feuchtigkeit scheitern viele Behandlungen)

      Kurz wenn es mit dem Futter passt würde ich eine kurze Schwammtuchbehandlung machen (dann vergeht weniger Zeit bis sie sich wieder auf die Futteraufnahme konzentrieren können) Und dann zügig einfüttern.

      Zum Thema Ableger bilden. Persönlich bilde ich normalerweise im August keine Ableger mehr. Wobei das nicht heißt das es nicht geht. Es kommt auf die Volksstärke an. Im Rahmen einer Vollbrutentnahme kann ich mir das schon vorstellen. Das wirkt ja auch gleich als Varroabehandlung. Du solltest rechtzeitig schauen, ob beim Ableger alles in Ordnung ist, schlimmstenfalls wird die Königin nicht begattet. Im besten Fall bekommst Du irgendwoher eine Königin zum Einweiseln. Dann sinkt das Risiko.

  • Malte

    Reply Reply April 6, 2017

    Hallo,
    in dem Ablegerkasten auf den Fotos sieht es aus, als wäre eine Leiste/Latte zum verkleinern des Kastens gebracht.
    Ist das eigentlich ein Kasten für ein größeres Rähmchenmaß?
    Wenn ja, wieso hast Du nur eine Leiste angebracht und nicht eine Platte die von oben nach unten geht?
    Hat das einen Grund? Besteht in dem Freiraum ein Vorteil?
    Meine Frage stammt daher, dass ich Bienen auf DNM bekomme, die in Zanderzargen kommen sollen. Jetzt überlege ich noch wie ich die Weite der Zarge am besten verkleinere…

    Gruß Malte

    • Imkerpate

      Reply Reply April 28, 2017

      Die Beute ist nach einem Ablegerkasten nachgebaut. Der Raum ist dazu um die Bienen hier besser füttern zu können. Im Original ist das eine feste Wand die man theoretisch aufschieben kann. Das Propolis macht das aber meist fasst unmöglich. Auf der anderen Seite ist es aber auch nicht dicht genug für Flüssigfutter.
      Die Bienen bauen den freien Raum aus, wenn dort kein Futterkasten steht. Das ist nicht optimal, stört mich aber auch nicht sonderlich.

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