Bienenstich juckt. Was kann ich gegen einen juckenden Bienenstich tun?

Als ich mich entschlossen hatte mit der Imkerei zu beginnen, half ich bei meinen Großeltern beim Schleudern des Honigs. Ich übernahm alle möglichen Tätigkeiten selbst, wo ich früher nur zugesehen habe. Allerdings hatte ich keinen Vollschutz an. Was dazu führte, dass mir einige Bienen in den Knöchel gestochen haben. Tja Stiefel hätten hier auch schon geholfen.Bienenkrankheiten

Die erste Behandlung die hier hilft ist kühlen. Und natürlich so schnell wie möglich den Stachel der Biene raus ziehen. Der Stachel pumpt weiter Gift unter die Haut, wenn die Gift-Drüse noch dran hängt. Deshalb sollte der Stachel umgehend raus. Einige Menschen tröstet es, dass die Biene bei dem Angriff stirbt.

 

allergische Reaktion auf den Bienenstich ?

Es ist jetzt nicht so, dass ich noch nie einen Bienenstich abbekommen hätte. Aber diesmal schwoll der Fuß mächtig an. Gerade am nächsten Tag hatte er in keinen Schuh mehr gepasst. Es juckte drei Tage und schmerzte beim laufen.

Auch am selben Tag bemerkte ich wie der Körper arbeitete. Ich hatte das Gefühl, dass sich der Hals leicht zusammenzog und der Puls hochging. Mir wurde leicht schwindelig. Als Gegenmaßnahme habe ich einfach reichlich getrunken. Nach etwa einer halben Stunde waren die Symptome vorbei. Der Körper hatte sich damit arrangiert.

Allerdings dachte ich mir so. Hui…Das fängt ja gut an.

Auch bei meinem Vater, der vorher noch die Schwärme in Badehose eingefangen hatte, kam es einmalig zu einer allergischen Reaktion. Bei einem Transport brachen ein paar Bienen aus und stachen zu. Er musste sogar kurz in Krankenhaus. Sowohl die Stiche vorher als auch nachher lösten keine solche Reaktion mehr aus.

Bei jedem Bienen-Stich solltest Du also darauf achten, dass keine allergische Reaktion vorliegt. Das ist beim Imker vor allem dann relevant, wenn Du mehrere Stiche bekommst. Dann muss sofort eine Behandlung erfolgen.

Anzeichen allergischer Reaktionen sind:

  • Atembeschwerden nach dem Stich
  • Schwellung im Gesicht, der Kehle oder von Mundgewebe
  • Keuchen und Schluckbeschwerden
  • Ruhelosigkeit und Angst kann eine Allergie anzeigen
  • Schneller Puls kann eine Reaktion anzeigen
  • Schwindel und plötzlicher Abfall des Blutdrucks

Siehe auch Bienengift Stiche und Allergien
Bienenstich juckt Was tun

Bienenstich juckt was tun? Hausmittel und Medizin

Jeder Bienenstich ist anders, deshalb ist die Wirkung jedes Mittels auch von verschiedenen Umständen abhängig. Mal reicht die Hilfe durch ein Hausmittel, in manchen Fällen hilft nur die Behandlung durch einen Arzt.

Kühlen:

Das wichtigste Hausmittel ist kühlen. Das verhindert ein starkes Anschwellen und minimiert Entzündungen. Das hilft teilweise auch wenn der Bienenstich nach 1 Woche noch juckt.  Das kühlen betäubt auch etwas die Nervenzellen.

Hitze:

Mache verwenden Hitze um den Bienenstich zu behandeln. Auch wenn der Bienenstich nach Tagen juckt, kann diese Maßnahme gut geeignet sein. Sowohl Hitze wie Kälte verändern die Blutzirkulation und helfen die Stoffe aus der Einstichstelle abzutransportieren. Insbesondere wenn der Stich stark geschwollen ist, bedeutet das, dass Zellen durch das Gift abgestorben sind.

Das jucken hängt mit den Nerven zusammen, die auch durch die Schwellung und die Giftreste gereizt werden. Mit Hitze und Kälte fördern wir die Durchblutung in Haut und Gewebe und damit den Abtransport der Toten Zellen und des Bienengifts.

Spitzwegerich:

Ich hatte immer gelernt, auf den Bienenstich sofort Spitzwegerich zu verreiben/bearbeiten. Einfach das Blatt zerknüllen, ggf. etwas Spucke dazu und auf die Stich-Stelle verreiben. Hier muss es schnell gehen, denn die Wirkstoffe müssen sich mit dem Bienengift vermischen können.

Der Schmerz lässt dann etwa nach fünf Minuten nach. Jucken hatte ich eigentlich nie, nachdem ich das angewendet habe. Allerdings jucken bei mir Stiche ohnehin nicht…

Bienenstich, Bienenstiche, Rötung

Zwiebel oder Kartoffel wenn der Bienenstich unerträglich juckt:

Alte Hausmittel sind aufgeschnittene Zwiebel oder Kartoffel, die kommt auf die  Einstich-stelle. Meines Erachtens nach hilft das aber höchstens, wenn es kurz nach dem Stich aufgetragen wird.

Fenestil

Fenestil kannst Du in der Apotheke kaufen, es ist ein Mittel gegen jucken. Hilft beim Bienenstich aber meist nur kurz bis gar nicht. Immerhin kühlt das Gel gleichzeitig etwas. Die meisten Leute berichten, dass es ihnen nicht geholfen hat.

Schwarzkümmelöl

Gibt es auch in der Apotheke. Ist ein Hausmittel auf das einige Leute in den Foren und in den Internetdiskussionen schwören. Habe es selbst nicht ausprobiert. Ich kenne weder die Wirkweise noch die Erfolgsquote. Welche Hilfe es wirklich bringt weiß ich auch nicht. Aber man kann es natürlich gut zur Vorbeugung im Haus haben.

Bite away gegen Bienenstiche

Bite Away ist ein Stift der auf den Stich gedrückt wird. Durch Hitzeeinwirkung soll er das Gift zerstören. In einem Foreneintrag habe ich einen interessanten Hinweis gefunden. Nämlich das Pia Aumaier dazu gesagt hat, es wurden Studien mit Bienengift durchgeführt. Wo also Personen absichtlich gestochen wurden. Der Bite away half eher bei Mückenstichen, bei Bienenstichen blieb er wirkungslos.

Antijuckreiz Spray

Es gibt ein Hilfe-Spray gegen Juckreiz, was eigentlich bei Neurodermitis verwendet wird. Aktuell gibt es hier sogar die Möglichkeit das Produkt kostenlos zu testen. Das Spray ist ohne Kortison. Und bekämpft die Stoffe die den Juckreiz auslösen.

Seite: www.noreiz.de

Solventol

Ein anderes Mittel, zur Hilfe beim Bienenstich, aus der Apotheke ist Solventol.  Der Wirkstoff ist ein Antihistaminikum. Das wirkt aber auch meist nicht bei Bienenstichen. Es gibt auch ein Mittel mit Hydrocortison. Sprich eine Cortisonsalbe. Das es hilft kann man nicht versprechen. Aber was für Kortison spricht, ist das der Körper das bei einem Bienenstich auch von alleine bildet.

persönliche Meinung und Fazit zu Bienenstich juckt

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Bienenstich mit und ohne Behandlung genau die gleichen Symptome zeigt. Es tut kurz weh. Dann schwillt es ggf. leicht und es bildet sich eine kleine Blase an der Einstichstelle. Die Blase hat etwa 1 mm Durchmesser, wenn überhaupt und ist mit Flüssigkeit gefüllt.

Früher habe ich immer gleich was auf die Stiche gemacht (Meist Spitzwegerich, weil der immer gleich zur Hand ist. Der steht auf ziemlich jeder Wiese). Dann habe ich mir eingebildet, meine Maßnahme hatte eine tolle Wirkung, weil der Bienenstich keine Probleme mehr macht.

Irgendwann habe ich das weg gelassen und der Bienenstich zeigt die gleiche Entwicklung.

Aus den Foren und Internetbeiträgen habe ich herausgelesen, dass es viele Mittel gibt. Aber das jemand behauptet hat, dass etwas immer super hilft. Was ggf. noch durch andere bestätigt wird. So ein Mittel habe ich nicht gefunden.

Betroffene haben am Ende einfach den Hinweis gegeben. Wenn der Bienenstich juckt, dann einfach aushalten und abwarten bis es vorbei ist. Dem kann ich mich nur anschließen. Alles andere ist Aktionismus und hilft vielleicht durch Ablenkung. Das Einzige was ich befürworte ist das bei einer Schwellung mit Kälte oder Wärme behandelt wird.

Die beste Maßnahme bzw. Hilfe ist es sich regelmäßig stechen zu lassen. Das ist eine gute Vorbeugung.bzw. kannst du späteren Schmerzen vorbeugen. Auch wenn es wehtut. Das geht im allgemeinen schnell vorbei. Einmal pro Jahr sollte man als Imker gestochen werden, dann sollten auch allergische Reaktionen ausbleiben.

Ein Imkerpate eines Forumteilnehmes meinte mal, nach 100 Stichen wird es besser. Naja. Mir reichen zwei, drei Stiche pro Jahr.

Und alle die Imker werden wollen, müssen sich wohl oder übel mit vereinzelten Stichen arrangieren.

Arbeitsbiene, BieneAndere Insektenstiche z.B. von Wespen

Wespe, Wespe vs Biene, Wespenstich, BienenstichWie oben im Artikel bereits erwähnt, helfen einige Hilfsmittel vor allem bei anderen Insektenstichen. Viele Menschen verwechseln dabei ja Bienen und Wespen.  Hier im Bild nebenan nochmal die beiden im Vergleich. Links die Wespe rechts die Biene.

 

Ich wünsche trotzdem wenig Bienenstiche bzw Insektenstiche…imkerpate_sehr_klein

 

Sie auch Artikel Bienengift Stiche und Allergien 

Artikel Bienengift

 

 

1 Comment

  • Ralph Schrader

    Reply Reply August 30, 2016

    Hallo Christoph,
    interessanter Artikel. Habe noch eine Ergänzung dazu.
    Betr.: Fenestil
    Habe im Kurzurlaub 3 Bienenstiche in die Kopfhaut abbekommen. Davon 1 in die Stirn überm Auge. Nach ca. 6 Stunden war auch mein Auge ziemlich zugeschwollen, trotz schneller Kühlung mit Eiswürfel. Hier hat mir dann am nächsten Tag „Fenestil flüssig“ geholfen. (Apotheke – ca. 7 €) Schwellung ging noch im Laufe des Tages soweit zurück, dass ich wieder fast normal sehen konnte.
    Bin auch Imker und kann bestätigen dass manche Stiche nach 1-3 Tagen oder auch erst nach 7 Tagen verschwunden sind. Ebenso ist die Größe der Schwellung bei mir immer unterschiedlich.
    Grüße
    Ralph

Leave A Response

* Denotes Required Field