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- gäriger Honig. Woran erkennst Du das es gäriger Honig ist und was kannst Du jetzt tun?
Es kann vorkommen, dass Honig gärt. Das ist nicht schön, aber es gibt Möglichkeiten ihn zu verwerten, bzw. kannst Du daraus lernen. Gründe warum gäriger Honig entsteht Das geschieht aus zwei verschiedenen Gründen. Der erste Grund ist, dass der Honig zu feucht abgefüllt wurde. Dass heißt, dass der Honig nicht wie von der Honigverordnung vorgesehen, max 20 Prozent Restfeuchte hatte. Bei D.I.B. Honig ist die Wahrscheinlichkeit noch geringer, dass es gäriger Honig wird. Denn beim D.I.B. sollte die Restfeuchte max 18 % betragen. Der zweite Grund ist falsche Honiglagerung . Dabei trennt sich der Honig in seine Bestandteile. In einem der Bestandteile sammelt sich ein so hoher Wasseranteil, dass der Honig gären kann. Es ist jedoch auch möglich, dass das Gefäß nicht richtig geschlossen war und der Honig Wasser gezogen hat. Wie sieht gäriger Honig aus? Wie erkenne ich gärigen Honig? Im ersten Stadium riecht und schmeckt der Honig vor allem recht fruchtig . Beim Verkosten, kannst du den vergorenen Geschmack durchaus wahrnehmen. Normalerweise bilden sich dann im Glas kleine Bläschen im Honig und der Deckel beginnt sich zu wölben . Zumindest insofern er nicht undicht ist. Bei stärkerer Gärung entsteht sogar Schaum am Rand vom Honigglas. Gären kann der Honig nur wenn er zumindest zum Teil flüssig ist. Kristallisierter Honig gärt nicht. Wenn Du ein Glas mit gärigem Honig schwenkst, siehst du meist etwas Flüssigkeit darin umher schwappen. Was kann ich tun wenn ich gärigen Honig habe? Hast Du große Mengen gärigen Honig, dann solltest Du versuchen ihn als Backhonig zu verkaufen. Aber auch ein Backhonig sollte nach Honigverordnung maximal 23 Prozent Wassergehalt haben. Beim Backen verfliegt der Alkohol, weshalb es auch geschmacklich keine großen Nachteile haben sollte. Du kannst damit jedoch auch Met selber machen . Beim Met brauen stören auch höhere Wasseranteile nicht. Allerdings solltest du einen starken Weinhefe-Starter ansetzen, damit sich nicht die Bakterien/Hefen im Honig im Met durchsetzen. Bei kleinen Mengen kannst du den Honig auch für Wespenfallen benutzen. Denn Bienen sammeln normalerweise keinen gegorenen Honig. Wespen machen das schon. Viel Erfolg bei der Verwertung von gärigem Honig wünscht Imkerpate
- Unsere Genossenschaft
Über uns Bei allem Individualismusstreben unserer Zeit fällt immer mehr auf, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein, sich mit den Menschen im eigenen Umfeld verbunden zu fühlen und Verantwortung zu übernehmen – bei unseren Kaufentscheidungen, für die Natur und für die Menschen, die die Produkte herstellen. In diesem Zusammenhang gewinnen Regionalität und Naturbelassenheit zunehmend an Bedeutung. Denn wir spüren das Vertrauen, das wir mit den Personen verbinden, auch in ihren Produkten – wenn wir sie konsumieren. Wir glauben daran, dass es viele Menschen gibt, die sich diese Verbundenheit mit ihren Mitmenschen wünschen und das Glück erleben wollen, das mit der Nutzung regionaler Angebote einhergeht. Und sie spüren die Wohltat, sich selbst etwas Gutes zu tun – mit naturbelassenen, regionalen Produkten von Freunden. Warum eine Genossenschaft? Unsere Antwort als Familie auf die Herausforderungen unserer Zeit ist die Gründung einer Familiengenossenschaft, die für die Region Imkerei- und Töpfereiprodukte erzeugt.Denn eine Genossenschaft ist eine besondere Unternehmensform, in der Erfolge allen Mitgliedern gleichberechtigt zugutekommen. Es ist auch eine Unternehmensform, in der der Mensch mehr zählt als finanzielle Ziele. Nachhaltigkeit und Regionalität Wir produzieren naturbelassene, regionale Imkereiprodukte wie Honig und Seife. Doch nicht nur bei unseren Produkten legen wir Wert auf Naturbelassenheit und Regionalität – auch bei unseren Einkäufen achten wir auf natürliche Materialien. So lassen wir beispielsweise unseren Marktstand und unsere T-Shirts von regionalen Anbietern anfertigen.Die Biene auf unserem Etikett stammt übrigens von der regionalen Künstlerin „Papiersamurai“. Unsere Werte Verbundenheit entsteht nicht nur durch Handel, sondern vor allem durch spielerische Kreativität und eine Prise Humor – Werte, die wir als Familie sehr schätzen.Wir unterstützen regionale Feste, bei denen wir mit kleinen Unterhaltungsprogrammen wie Kerzenziehen oder Seifengießen mitwirken. Besonders die Jugend unserer Genossenschaft kann hier glänzen.Wir möchten, dass die Menschen unserer Region zusammenkommen und sich von uns kulinarisch und künstlerisch inspiriert, unterhalten und versorgt fühlen.Es braucht diese gemeinsamen Momente, damit Vertrauen wachsen kann. Die Aromen der Heimat Unsere Bienchen wissen, wie man sich auf die süßen Dinge des Lebens konzentriert – und fangen unsere Heimat in einem vollmundigen Geschmackserlebnis ein.Im Frühjahr schmeckt die Heimat meist mild süß mit einer blumigen Note. Im Sommer tragen unsere fleißigen Bienen nicht nur die Süße der Heimat ein, sondern auch die Vielfalt unserer Kräuter und die tiefen Aromen des Waldes. Wir wünschen dir, dass jeder Löffel dieses süßen Glücks die Schönheit und Energie unserer Heimat in dein Herz trägt – und dich mit Wärme und Geborgenheit beschenkt. Rezept bei Traurigkeit und schlechter Laune: 1 Teelöffel Honig langsam auf der Zunge zergehen lassen. Sie wollen mehr über unseren Honig wissen? Fragen Sie uns unter imkerei@tfct.net oder bei Instagram: Imkerpate Die Apotheke des Waldes Bienen haben ihr ganz eigenes Gesundheitssystem. Da, wo viele Individuen auf engem Raum leben, braucht es gute Medikamente. Die Bienen haben all das in einem Produkt vereint: Propolis.Wirksam gegen Pilze, Bakterien und Viren, stärkt es das Immunsystem und hebt die Stimmung – innerlich und äußerlich anwendbar, ohne Risiko einer Resistenzbildung. Bei uns erhältlich als Propolistinktur 😉 Anwendungsgebiet äußerlich: Bei Ekzemen, Fußpilz, Warzen, Kratzern und kleinen Wunden.Verwendung: Tinktur auftragen oder aufsprühen und trocknen lassen. Anwendungsgebiet innerlich: Bei Verletzungen im Mundraum, Halsschmerzen, zur Vorbeugung oder Behandlung von Erkältungen sowie zur Stärkung des Immunsystems:3–5 Tropfen auf Honig, Agavendicksaft, Zucker oder in eine Flüssigkeit geben und einnehmen. Wir empfehlen Agavendicksaft, da er sich gut mit der Tinktur verbindet. Achtung: Bei Zugabe in Flüssigkeiten kann sich Propolis am Gefäßrand absetzen. Hinweis: Die Tinktur erhalten Sie bei uns mit oder ohne Alkohol.Die alkoholfreie Variante eignet sich besonders für Kinder bei innerlicher Anwendung.Propolisflecken können mit Alkohol entfernt werden. Unser Wellnessbeitrag für dein Bad Wenn der Duft von Honig tief in die Nase steigt und die Hände beim Waschen cremig umschmeichelt werden – dann ist das bestimmt unsere Honigseife.Kaum ein anderer Sinn kann uns so wirkungsvoll entspannen wie der Geruchssinn. Vielleicht noch gute Musik… oder das leise Knistern des Schaums auf der Haut. Gib dich deinen Sinnen hin – und starte jeden Tag mit deinem ganz persönlichen Wellnessprogramm. Werbeprodukte Sie möchten Ihre Mitarbeiter oder Kunden mit individuellen, kreativen, regionalen Produkten beschenken und dabei Ihre Werte glaubwürdig unterstreichen?Gestalten Sie mit uns ein Geschenkset, das zu Ihnen passt – mit Produkten aus der Imkerei, der Töpferei oder im Rahmen eines gemeinsamen Events.
- verunreinigtes Bienenwachs. Tipps wie du feststellst ob Du verfälschtes Bienenwachs hast.
Im September saß ich bei der Imkerversammlung und der Vorstand berichtete über verunreinigtes Bienenwachs . Als er ins Detail ging und erklärte wie jämmerlich die Völker an solchem Wachs zugrunde gehen, wurde mir schon etwas schlecht. Regelungen beim Verkaufen und Herstellen von Bienenwachs Eigentlich würde ich ja gar nicht mehr von Bienenwachs sprechen, wenn es sich nicht zu 100% um Bienenwachs handelt. Leider ist beim Bienenwachs , nicht wie beim Honig in der Honigverordnung , klar geregelt wann es sich um Bienenwachs handelt. Beim Honig ist eindeutig definiert, dass ihm nichts hinzugefügt oder entnommen werden darf. Das führt dazu, dass es derzeit zumindest rein rechtlich keine große Gefahr darstellt, verunreinigtes Bienenwachs herzustellen oder zu verkaufen. Im Gegenteil ist es sogar so, dass gerade im Großhandel viel mit verunreinigtem Bienenwachs , bzw. mit Wachsmischungen gearbeitet wird. Das hängt damit zusammen, dass Bienenwachs nicht per se mit Nahrungsmitteln in Verbindung kommt. Ein Großteil wird zum Basteln, Kerzen ziehen, imprägnieren oder in Cremes benutzt . Je nach Einsatzgebiet vom Bienenwachs, ist eine Verunreinigung daher auch unterschiedlich problematisch. Es gibt zudem keine Regeln für die Herkunfsbezeichnung von Bienenwachs . Das heißt der Imker hat kein Auswahlkriterium um die Bienenwachs Qualität festzustellen. Auch die Ermittler haben es so am Ende schwer die Quellen der Verunreinigung aufzudecken. Die Wirkung von durch Paraffin verunreinigtem Bienenwachs In dem Bericht der inzwischen in diversen Bienenzeitschriften aufgeführt wurde, waren zum Verdeckelungszeitpunkt bereits über 90% der Bienenbrut abgestorben . Wobei bei der Rückstandsanalyse vor allem hohe Anteile Stearin und verschiedene biotoxische Biozide in wirksamen Mengen gefunden wurden. Solche Bienenwachs-Chemie macht den Bienchen das Leben schwer. Durch das Paraffin bzw. Stearin ändert sich der Schmelzpunkt und damit die physikalischen Eigenschaften vom Wabenbau. Da die Wabe sowohl zum Lagern, Brüten und Kommunizieren verwendet wird, kann dies erhebliche Auswirkungen auf das Zusammenleben in der Bienenbeute haben. Durch den niedrigeren Schmelzpunkt kann es zudem dazu kommen, dass das Wabenwerk zusammenbrich t, wenn es mit Honig gefüllt wird und die Honigbienen unter sich begräbt. Einen gewissen Grad an Verunreinigungen können die Bienen allerdings tolerieren . Die Brutschäden kommen vor allem durch die Gifte die sich im verunreinigten Wachs befinden. Allerdings tun sich die Bienen oft auch etwas schwerer damit, Mittelwände mit verunreinigtem Wachs auszubauen oder gar zu bebrüten. Immerhin hat man es inzwischen fertig gebracht, die Bienen sogar dazu zu bringen, Kunststoffwaben wie z.B. im Flowhive zu akzeptieren. Auch wenn sie das nur wiederwillig tun. Gründe für verunreinigtes Bienenwachs und Qualitätsunterschiede Die Kapazitäten für die Bienenwachsproduktion konkurrieren mit der Honigproduktion. Dabei werden für 1 Kilo Bienenwachs Energiemengen verbraucht die 6 Kilo Honig entsprechen . Selbst bei einem Preis von 10 Euro pro Kilo Honig entspräche das fast 60 Euro für 1 Kg Bienenwachs . Dieser Bienenwachs Preis ist insbesondere für ungereinigtes Bienenwachs und nicht verarbeitetes Bienenwachs kaum zu erzielen. Das bedeutet das die Honigproduktion der Wachsproduktion vorgezogen wird , denn sie ist einfach ertragreicher. Die Bienenwachs-Gewinnung orientiert sich dabei noch auf die Bedürfnisse der Bienen. Denn letztlich ist das Bauen von Waben wichtig für die Bienengesundheit, bzw. hilft es gegen Bienenkrankheiten und Schwarmstimmung . Letztlich führt dies beim Bienenwachs zu einer Verknappung . Das führt zu hohen Bienenwachs-Preisen . Am Ende versuchen einige den Bedarf zu decken, indem sie einfach billigere, technische Wachse beimischen und so die Produktionskosten, beim Bienenwachs herstellen , senken können. Für die Kerzenherstellung wird Bienenwachs gerne gebleicht, damit es besser aussieht. Leider ist solches Wachs nicht mehr für Mittelwände zu gebrauchen. Man darf es nicht mit Bienenwachs für Mittelwände einschmelzen . Man ist oft geneigt zu denken, dass Kerzen aus Bienenwachs vom Discounter auch aus Bienenwachs sind. Oft ist dieses Bienenwachs aber bereits verunreinigt. Dieses Kerzenwachs sollte auf keinen Fall eingeschmolzen werden. Es darf dem Wachskreislauf nicht wieder zugeführt werden. Durch welche Inhaltsstoffe wird Bienenwachs und Mittelwände verunreinigt? Wie bereits erwähnt sind das vor allem Stearin , Paraffin und andere Mineralwachse , welche aus Erdöl gewonnen werden. Manchmal werden auch Pflanzenwachse verwendet. Auch wenn die Waben mit Medikamenten zusammen gebracht werden, die fettlöslich sind, kann das zu Problemen führen. Es sollten daher keine Mottenkugeln zur Bekämpfung der Wachsmotte oder Perizin zur Bekämpfung der Varroa eingesetzt werden. Diese Medikamente sind noch Jahrzehnte später nachweisbar. Es ist daher unbedingt erforderlich nicht zugelassene Medikamente auch nicht zu benutzen. Auch bei den zugelassenen Medikamenten muss auf die Dosierung geachtet werden. Im Wachs können sich auch andere Pestizide einlagern, welche die Bienen eintragen. Siehe Artikel Bienensterben . So kann es passieren, dass bienentoxische Insektizide in die Waben kommen. Was natürlich auch durch den Einsatz dieser Mittel bei der Wabenlagerung zurückgeführt werden kann. Bienenwachs Qualität bzw. Qualitätsunterschiede erkennen Zur Prüfung von Bienenwachs gehören folgende Punkte (Bitte bei 20 °C ausführen): Bienenwachs Geruch Wenn wir ein erbsengroßes Stück auf feuerfester Unterlage erhitzen, sollte ein angenehmer Geruch entstehen. ggf. wird dieser durch den zuletzt eingelagerten Honig beeinflusst. Bienenwachs Farbe Das Bienenwachs sollte eine Farbe zwischen Gelb bis graubraun haben. Nach Eisenkontakt kann es dunkelbraun werden. Nur Jungfernwachs (unbebrütetes Wachs) ist weiß. Allerdings kann dies auch bei gebleichtem Bienenwachs der Fall sein. Bienenwachs Schnittprobe Ein Stück Bienenwachs mit einem Scharfen Messer schneiden. Dabei sollte die Schnittfläche und das Messer nicht klebrig werden. Ritzprobe beim Bienenwachs Mit einem Spatel, einem Fingernagel oder einer Messerspitze das Wachs anritzen. Dabei sollten die Späne spiralartig aussehen. Kreideprobe beim Bienenwachs Male einen Kreidestrich auf den Wachsblock. Beim Bienenwachs sollte der Kreidestrich auf der Probe haften bleiben. Knetprobe Wenn du ein erbsengroßes Stück Bienenwachs zehn Minuten knetest, dann sollte das Wachs Plastisch knetbar sein. Die Finger sollten dabei nicht beschmutzt werden und es darf beim auseinanderziehen nicht glänzen und sollte stumpf (kurz) abreißen. Weitere Hinweise findest Du im Buch Bienenwachs von Armin Spürgin (S.57) Nutze doch die kostenlose Leseprobe von Amazon. Alle diese Test bringen am Ende aber nur einen Hinweis, ob mit der Bienenwachs Qualität etwas nicht stimmt. Am Ende bringt nur die chemische Analyse wirkliche Sicherheit. So eine chemische Analyse kostet fast 300 Euro . Wie kann ich mich als Imker gegen verunreinigtes Bienenwachs schützen? Wirklich schützen kannst Du dich nur, wenn Du einen eigenen Wachskreislauf etablierst und die Mittelwände selber gießt, bzw. herstellst. Alternativ kannst Du auch auf Naturwabenbau setzen. Bienenwachs prüfen lassen Bei einem Bestand von 10 Völkern, hast du etwa 10kg recyceltes Bienenwachs pro Jahr. Angenehmer Weise ist das auch die Menge, welche Du im Folgejahr benötigst. Aber für diese Menge eine Wachs-Analyse anzufordern, wäre ziemlich überteuert. Mittelwandgießform zum Mittelwände gießen Gerade über den Verein kann es sich lohnen eine Mittelwandgießform zu beschaffen und diese dann unter den Mitgliedern auszuleihen. So können sich die hohen Anschaffungskosten auf viele aufteilen und es lohnt sich die Waben selber zu produzieren. Den richtigen Mittelwandhersteller aussuchen Viele Mittelwandhersteller bieten Dir an, dein eigenes Bienenwachs umzuarbeiten. Allerdings ist das normalerweise auch an bestimmte Wachs-Mengen gekoppelt. Denn die Maschinen können das Wachs nicht zu 100 Prozent verarbeiten. Ein Teil bleibt als Verschnitt zurück oder bleibt in der Maschine zurück. Zusätzlich hat der Hersteller Kosten für die Extra-Reinigung der Maschine. Dieser Aufwand ist nicht unerheblich. Im Idealfall ist der Beitrieb in der Region verankert und nutzt das Wachs der heimischen Imker. Bei Engpässen, müssen aber auch die Mittelwandhersteller oft Bienenwachs zukaufen. Das birgt natürlich das Risiko für verunreinigtes Bienenwachs . Die regionale Verflechtung ist allerdings von großem Vorteil. Lässt er sich zu Schulden kommen, verunreinigte Mittelwände zu verkaufen, kann das für sein Geschäft den Kollaps bedeuten. Er hat so selbst ein maximales Interesse an guter Qualität. Woher kommt das in Deutschland gehandelte Bienenwachs Zwar produzieren wir auch in Deutschland Bienenwachs, aber ein großer Teil des bei uns gehandelten Wachses kommt aus China. Bei den chinesischen Händlern kann man das Wachs in verschiedenen Qualitäten kaufen. Man geht davon aus, dass die niedrigste Qualität reines Paraffin ist. Dieses wird gelb gefärbt und mit Honigduft angereichert. Dabei geht es nicht immer nur um Schwarze Schafe im Handel. Es kann auch vorkommen, dass ein Wachsimporteur oder Mittelwandhersteller Opfer solcher Fälschungen wird. Wobei sich inzwischen die meisten Händler durch Probeentnahme vor Ort absichern. In manchen Fällen wird Wachs aus Afrika importiert. Hier kommt neben der Qualität oft auch die Frage der Ausbeutung auf. Übrigens nicht afrikanisches Wachs angeblich oft nach Tabak . Leider geht dieser Geruch auch in den Geschmack über. reines, rückstandsarmes bzw. rückstandsfreies Bienenwachs kaufen Es ist zu bedenken, dass Wachs welches in Deutschland gekauft wird, vor allem auf in Deutschland gebräuchlichsten Pestizid- und Medikamentenrückstände untersucht wird. Kauft man Bienenwachs im Ausland, dann können auch ganz andere Stoffe enthalten sein. Was allein schon an anderen Pflanzen und Pollen liegen kann. Ich persönlich ziehe daher immer den Kauf in einem Imkereifachgeschäft vor. Das ist mir lieber als später die Probleme mit verunreinigtem Bienenwachs zu haben. verunreinigtes Bienenwachs weiterverarbeiten? Stellst Du fest, dass deine Mittelwände aus verunreinigtem Bienenwachs bestehen, dann solltest Du diese Mittelwände umtauschen. Wenn dies nicht möglich ist, kann verunreinigtes Bienenwachs immer noch zu Bienenwachs-Kerzen verarbeitet werden. Imker deckt Betrug bei der Umarbeitung beim Mittelwandhersteller auf In der ADIZ/11.2016 ist ein schöner Artikel wo ein Imker auf Nummer sicher geht. Friedrich Hallabrin imkert nach den Bio-Richtlinien. 2015 konnte er 60 Kilo Bienenwachs gewinnen. Das schickte er für eine Wachsanalyse ein. Das Ergebnis war :"Wachs ohne Rückstände". Ja...genau so soll es sein. Er suchte sich jetzt einen Betrieb, welcher sein sauberes Wachs zu Mittelwänden umarbeiten sollte. Er fand einen solchen durch eine Anzeige. Der Betrieb war in der Nähe und so konnte er den Betrieb auch mal besichtigen. Das baute Vertrauen auf. Es dauerte etwa eine Woche dann konnte er die Umgearbeiteten Mittelwände ordentlich verpackt und unversehrt in Empfang nehmen. Zur Sicherheit schickte er aber trotzdem nochmal einige Mittelwände nach Hohenheim zur Untersuchung. Das Ergebnis war niederschmetternd. Plötzlich waren Rückstände im Bienenwachs . Stoffe wie Brompropylat und Fluvalinat. Das sind Varroa-Mittel aus den 80er Jahren. Diese Mittel dürfen schon lange nicht mehr eingesetzt werden. Als sich Herr Hallabrin an den Umarbeitungsbetrieb wendet, versucht dieser alles abzustreiten. Er nach der Drohung mit Presse und Rechtsanwalt, lenkte der Inhaber ein und brachte das Schlamassel wieder in Ordnung. Nach langem Warten tauschte der Umarbeitungsbetrieb dann die Mittelwände um. Natürlich wurde auch hiervon eine Probe eingeschickt. Diesmal war alles OK. Was tun wenn ich verunreinigte Mittelwände verkauft bekomme? Zuerst muss dies natürlich zweifelsfrei durch eine Analyse eines Bieneninstitutes festgestellt werden. Zuerst sollte man mit dem Verkäufer in Kontakt treten und auf das Problem hinweisen. Es ist durchaus möglich, dass der Verkäufer selbst das Opfer ist. Sollte sich dieser jedoch weigern, dann kann nochmal darauf verwiesen werden, dass es dann zu einer Anzeige wegen Betruges kommt. Hilft das nicht, dann bleibt nur der Weg zu Anwalt. Es ist ratsam die Presse zu informieren, wenn der Verkäufer uneinsichtig ist. Selbst wenn der Täter nicht öffentlich genannt werden sollte, können so doch andere vor dem Betrug gewarnt werden. Auch die Veterinärämter können dann Bienenverluste besser einschätzen. Allseits gute Mittelwände wünscht Imkerpate. Quellen: ADIZ 11.2016 Artikel: Wachsweich bis Knochenhart ADIZ 11.2016 Artikel: Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser ADIZ 10.2016 Artikel: Wachsweich bis Knochenhart ADIZ 10.2016 Artikel: Was ist los mit dem Bienenwachs?
- Hochbeet für Bienen. Wie Hochbeete den Bienen helfen können.
Der Nutzen von Hochbeeten für die Bienen Ein Hochbeet für Bienen? Da denkt man doch zuerst an Gemüse, Kräuter und eventuell Früchte, die darin angebaut werden. Und damit liegt man auch vollkommen richtig – allerdings können auch die Bienen etwas davon haben und von einem Hochbeet profitieren. Zumindest wenn Gartenfreunde ihre Anbaufläche bienenfreundlich nutzen. Doch wie muss man sich so ein „Hochbeet für Bienen“ vorstellen? Jeder weiß, dass Bienen von einer bunten und blütenreichen Pflanzenwelt Vorteile ziehen. Schließlich gibt es unter guten Voraussetzungen für unsere gelb-schwarzen Freunde mehr Nektar zu ergattern. Würden Bienen sich also ihren Standort aussuchen können, würden sie einen Standort vorziehen, der eine große Pflanzenvielfalt aufweist. Blütenfreie Wiesen und Felder dagegen würden Bienen eher meiden. Bienen sollten also dort sein, wo Pflanzen besonders gut wachsen. Und in Hochbeeten ist genau dies der Fall. Durch die erhöht Lage und eine entsprechende Bauart sind die Pflanzen vor Schädlingen, wie beispielsweise Schnecken und Wühlmäusen geschützt. Zudem ist die Erde im Beet nährstoffreicher und Pflanzenschutzmittel werden nicht benötigt. Mit anderen Worten: Die Pflanzen gedeihen hervorragend in einem Hochbeet. Hochbeet kaufen und bienenfreundlich gestalten Bauen Gartenfreunde allerdings nur Gemüse oder Kräuter an, haben die Bienen nicht viel von einem Beet. Wenn sich Bienen- und Gartenfreunde also ein Hochbeet kaufen (eine Auswahl an Hochbeeten sowie Anleitungen, wie Sie ein Hochbeet selber bauen können, findest Du z.B. auf der Seite „ Hochbeete kaufen “), müssen sie es auch bienenfreundlich gestalten. Dies geschieht zum Beispiel dadurch, indem neben den Nutzpflanzen auch blütenreiche Blumen angebaut werden. Dies hat nicht nur den Effekt, dass sich ihre Bienen freuen, sondern es sieht auch noch sehr schön aus. Natürlich finden im Beet viele Blumen Platz, dennoch ist die Fläche beschränkt. Darum bietet sich die Fläche rund um das Hochbeet ebenfalls für eine kleine Bienenweide als Schmuckstück für das Beet an. Beim Hochbeet anlegen sollte dann aber darauf geachtet werden, dass zumindest eine Seite frei bleibt, damit man problemlos an sein Beet gelangt. Beet als Bienenweide nutzen Wer kein großes Interesse an Gemüse aus eigenem Anbau hat oder keine Zeit findet, um sich darum zu kümmern, könnte sein Hochbeet auch nur für eine Bienenweide nutzen. Die Pflanzenpracht, die den Bienenfreund in einem solchen Beet erwartet, ist atemberaubend. Denn bessere Voraussetzungen für gutes Wachstum sind anderswo kaum gegeben. Selbst wenn die Sommerblumen alle abgeblüht sind, können darin Pflanzen angebaut werden. Und das ist auch sehr wichtig, schließlich finden Bienen und andere Insekten nach dem Abblühen nur noch wenig Nahrung. Das liegt auch daran, dass viele Wiesen – und mit ihnen viele andere Pflanzen – häufig zu früh abgemäht werden. Insbesondere wenn der Herbst naht, verringert sich das Nahrungsangebot für die Insekten. Um den Bienchen zu helfen, können Gärtner im Herbst entsprechende Pflanzen in Ihrem Hochbeet für Bienen anlegen. Falls bis dahin das ganze Gemüse entnommen ist, sollte auch ausreichend Platz im Beet sein. Die sogenannten Herbstblüher sind die Lösung, wenn es darum geht, auch in der dritten Jahreszeit ein Nahrungsangebot bereitzustellen. Beispiele für Pflanzen, die auch im Herbst prächtig blühen sind der Sonnehut, die Sonnenbraut, Chrysanthemen, späte Astilben, Fetthennen oder spät ausgesäter Borretsch. Kaufen oder bauen? Egal – Hauptsache für die Bienen gut Natürlich muss man sich nicht unbedingt ein Hochbeet kaufen, denn wer geschickt ist und mit Werkzeug gut umgehen kann, wird sich den Spaß nicht nehmen lassen und sein Hochbeet selber bauen . Achten Sie aber darauf, dass sie ein gutes Hochbeet kaufen, das unbehandelt ist. Aber ob gekauft oder selber gebaut ist nicht das entscheidende. Denn das Wichtigste ist, dass die Bienen auch einen großen Nutzen davon haben und ausreichend Nektar sammeln können. Viel Spaß mit Hochbeeten wünscht Imkerpate Quellen: zur Verfügung gestellt von Adriano Gomez-Bantel am 25.11.2016
- Drehbeute. Varroamilben und Schwarmzellen einfach wegdrehen?
In einem Artikel von „dieBiene“ schrieb Dr. Gerhard Liebig auch über die Drehbeute. Bzw. : „Das der Traum die Varroa ohne Chemie zu besiegen, bisher noch nicht wahr geworden ist.“ Bei all den hoffnungslosen versuchen, zählte er auch die Drehbeute auf. Eigene Gedanken zur Drehbeute Wie viele andere Imker mache ich mir hin und wieder Gedanken, wie eine gute Bienenbeute aussehen sollte. Wie kann man den Bienen gerechter werden? Welche Tricks könnte man anwenden um es dem Imker einfacher zu machen? Hin und wieder kam mir dabei der Gedanke, dass man den Honig doch auch direkt in der Bienenwohnung ernten könnte. So ähnlich wie im Flowhive, nur eben dass ich den Nektar nicht einfach raus laufen lasse, sonder aus schleudere. Also einfach runde Waben nehmen und über die Mitte in eine starke Drehung versetzen die den Honig raus schleudert. Natürlich werden nur die Waben im Honigbereich gedreht, der durch eine Bienenflucht geleert wurde. Dabei fragte ich mich auch, wie das eigentlich ist, wenn man auch die Brutwaben drehen würde. Was passiert mit den Weiselzellen? Schlüpft die Königin noch? Brechen die Honigbienen die Schwarmstimmung ab? Bauen sie die Weiselzellen um? Könnte man Drohnenwaben nicht einfach ausschleudern, statt sie auszuschneiden? Ich dachte mir dann immer…„Wenn ich mal Zeit habe muss ich das mal ausprobieren“…Aber wie ich schon sagte, ich bin nicht der einzige der sich solche Gedanken macht. Es gibt da draußen genügend Imker mit guten Handwerklichen und technischen Fähigkeiten. Die denken nicht einfach darüber nach, die bauen das einfach. Leider ist das schon so weit her, dass ich davon bisher nichts mitbekommen hatte. Wie ist die Drehbeute aufgebaut? Als ich nun von einer Drehbeute gelesen hatte, war ich neugierig, was es darüber zu wissen gibt. Unabhängig davon, dass es eine Sackgasse der Bienenbeutenentwicklung zu sein scheint. Es gibt noch Angebote zur Drehbeute auf Primorski.de. Dort werden die Drehbeuten beschrieben. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. Holzdrehbeuten, Metalldrehbeuten in Kaltbau und Warmbau, sowie mit und ohne Motorantrieb und Zeitsteuerung. Kaltbau mit achteckigen Waben Bei der Kaltbau-Variante handelt es sich um schöne achteckigen Waben, mit einem umlaufenden Metallrahmen. Dabei finde ich es interessant, dass die Bienen die Waben vollständig ausgebaut haben. Was wohl daran liegt, das nur die Waben sechseckig sind. Die Waben selbst befinden sich in einem Kasten welcher die eigentliche Bienenbeute darstellt. In diesem Kasten ist die Drehvorrichtung aufgehängt. Die Beute die sich vollständig dreht (Jumbodrehbeute) Bei dieser Ausführung wird einfach die ganze Bienenbeute auf den Kopf gestellt. Der Deckel wird zum Boden und der Boden zum Deckel. Das Konzept ist im Grunde rechte Einfach und hat den Vorteil, dass man dies auch mit Standard-Zanderrähmchen machen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Beute ohne eine Zarge abheben zu müssen immer von oben bearbeitet werden kann. Was vor allem für Frauen, ältere Personen und alle anderen die nicht schwer heben können geeignet ist. Die Warmbau-Drehbeute Ich muss schon sagen…Die Jungs haben wirklich Spaß am basteln. Bei der der Warmbaudrehbeute, sind die Waben alle unterschiedlich groß, so dass sich über alle Waben eine Art Rad ergibt. Das scheint mir zumindest in der Handhabung und Betriebsweise sehr kompliziert zu sein. Neuere Drehbeuten-Varianten aus Styropor Im Spanischen scheint das Konzept der Drehbeute ggf. noch verfolgt zu werden. In einem Beitrag von 2011 wird hier noch eine Styropor-Variante mit runden Waben vorgestellt. Wobei ich jetzt nicht weiß, inwieweit diese Beuten gedreht werden können. Wobei der Beitrag auf eine Deutsche Seite www.drehbeute.de verlinkt. Nur das der Link inzwischen nicht mehr existiert. Hier geht es zu dem Beitrag mit den Bildern zu –> runden Waben. Zentrisch gelagerte Drehbeuten In Ungarn muss es Drehbeuten geben, die tatsächlich zentrisch gelagert sind. Das heißt es geht eine Stange durch die Wabenmitte. Was allerdings die Bearbeitung des Volkes ungemein erschwert. Die obigen Ausführungen scheinen alle am Rand aufgehängt, bzw. gelagert zu werden. Der Honigraum bei der Drehbeute Bei der Drehbeute ist im Allgemeinen nur der Brutraum drehbar. Der Honigraum wird oben aufgesetzt, wobei dies dann meist ganz normale Honig-Zargen mit ganz normalen Rähmchenmaßen sind. Das bedeutet, dass bisherige Gerätschaften zum Schleudern ganz normal weiter benutzt werden können und nicht neu angeschafft werden müssen. Welche Vorteile sollen Drehbeuten haben? Folgende Vorteile soll die Drehbeute durch das Drehen kann man Schwarmverhinderung betreibenDie Varroamilben sollen beim drehen durch das Gewicht der Bienenmaden zerdrückt werden. Das mit der Schwarmverhinderung durch das drehen der Waben, ist darauf zurück zu führen, dass die Weiselzellen ja immer nach unten gerichtet sind. Wenn das nicht passt, dann brechen die Bienen den Versuch die Weiselzellen zu ziehen ab. Es ist wohl so, dass ein ähnliches Prinzip auch in Afrika verwendet wird, wo die Bienen in einer Röhre leben, die einfach immer wieder gedreht wird. Ob diese Variante sicher funktioniert, kann ich aber nicht sagen…Laut Experimenten im Bieneninstitut Hohenheim, taugt das Drehen nicht zur Schwarmverhinderung. Das mit dem zerdrücken der Milben ist denke ich Quatsch. Entsprechend der Aussagen von Dr. Liebig, hält die Beute hier nicht was sie verspricht. Kritische Stimmen zur Drehbeute Ich meine in der Natur fällt auch schon mal ein Baum um, aber das ständige Drehen, scheint mir keine artgerechte Haltung der Bienen zu sein. Es geht schon ein bisschen in die Richtung die Bienchen zu quälen. Und die beiden Vorteile die beschrieben wurden, treffen nach Test der Bieneninstitute gar nicht zu. Außerdem ist diese Beutenart weder einfach noch günstig. Im Gegenteil die Preise dürften bei 400 bis 500 Euro liegen. So scheint sich das nicht rentieren zu können. Zudem dürften in vielen Fällen auch Hinweise und Hilfestellungen zur Betriebsweise der Drehbeute fehlen. So ist für viele schon Fraglich wie zum Beispiel das Winterfutter verabreicht wird. Und wie wird hier am besten gegen die Varroa behandelt? Erfahrungen zur Drehbeute Im Internet gab es dazu gar nicht mehr viel zu finden. Ich musste lange in den Archiven vom Imkerforum graben, bis ich erste Hinweise dazu gefunden hatte. Zwar fand ich eine Seite über Drehbeuten, aber Erfahrungsberichte und Meinungen dazu waren bereits regelrecht verschüttet. Irgendwann wurde ich dann fündig… Romulad Hoffmann (der auch auf Primorski.de) steht schreibt (2007): Die Bienen steigen vom runden Brutnest unten nur ungern in die aufgesetzten Honigräume auf. Zwar scheint die Varroaentwicklung reduziert zu werden, am Ende sterben die Völker aber trotzdem, da die Entwicklung nur unzureichend gehemmt wird. Bei der Variante mit dem Warmbau wo die Waben über Kopf gedreht werden, hatte er plötzlich ein nachhaltig gesundes Volk ohne Varroaschäden. Warum das so ist, bleibt ungeklärt. Aber er hat dies Dr. Liebig zum Testen eingereicht. (Wie es scheint ohne nachhaltigen Erfolg.) Aufgrund dieser Erfahrungen hat er die Jumbodrehbeute entworfen. Die Drehbeute die quasi im ganzen gedreht wird. Aus seiner Sicht kann die Schwarmstimmung damit zwar nicht verhindert werden. Bei einem „Schwarmdusel“ soll sie allerdings erfolgreich helfen. Das Drehen soll die Bruttätigkeit anregen. Das wiederum soll zu einer stärkeren Bienenmenge über die Hauptsaison führen, so dass die Bienen ab Oktober bereits aufhören zu brüten. Was dann als brutfreie Zeit, ideal für die Varroabekämpfung wäre. Die JumbodrehBeute könnte wohl für 130 Euro produziert werden. Aus Styophor sollte es noch weit günstiger sein. Seiner Theorie nach führt das Drehen zu einer höheren Ausräumquote von milbenbelasteter Brut. Außerdem geht er davon aus, dass die Milben das drehen nicht gut finden. Er gibt zudem den Hinweis, dass es vorkommen kann, dass die Bienenkönigin später durch das drehen nicht Fortpflanzungsfähig ist. Andere Kommentare Das ist definitiv zu weit weg von einfacher und „naturgemäßer Bienenhaltung“. Da muss ich ihm Recht geben. Die Schwerkraft ist für die Bienen ein wichtiger Bezugspunkt, zum bauen und zum Kommunizieren. Da wird das Drehen mehr Nachteile als Vorteile haben. Fazit zur Drehbeute Die Drehbeute ist ein interessanter Ansatz, der bestimmt irgendwo immer noch weiter verfolgt wird. In den Tests der Bieneninstitute hat er offensichtlich nicht gehalten was er versprochen hat. Aber es ist am Ende sicher wichtig zu Wissen was in der Welt der Bienenbeuten bereits so getrieben wurde, um nicht selbst nochmal die selben Wege zu gehen. Die besten Erfinder- und Entwicklergrüße wünscht Imkerpate… Quellen: Archiv Imkerforum.de Beitrag zu diesem Thema –>abgerufen 06.11.2016www.primorski.de–>abgerufen 06.11.2016„dieBiene“ Ausgabe 10/2016 „Varroa fangen im Bienenvolk“
- Lichtbeute. Was ist die Lichtbeute? Welche Vorteile werden ihr nachgesagt?
Ich habe gerade mal ein bisschen in der Imkereihistorie gegraben und die Lichtbeute gefunden. Es war ein Konzept von "Guido Sklenar" . Das war einer der großen Imker. Immerhin gibt es ja heute noch die Sklenar-Biene . Was ist die Lichtbeute? Die Lichtbeute wird in der Broschüre "Wesen der Bienen" beschrieben. Guido Sklenar hat sich zu dieser Bienenbeute dabei sehr positiv geäußert. Leider habe ich dazu keine Bilder gefunden. Wenn jemand welche hat, kann er sie ja gerne posten. Auch Armbruster hat über die Beute berichtet. Es scheint sich um eine PVC-Beute zu handeln, welche aus vier Teilen bestand und zusammengeschraubt wurde. Über alles wurde eine nicht ganz lichtdichte Haube gestülpt. Vorteile der Lichtbeute Laut dem Artikel "Wesen der Bienen" werden die Bienen in dieser Beutenart sanfter. Sie verhalten sich beim öffnen ruhiger, da sie das Licht gewohnt sind. Brutkrankheiten und Bienenfeinde haben in dieser Beute keine Chance macht die Bienenhaltung ertragreicher und wirtschaftlicher Erfunden hat die Lichtbeute wohl Novacovic . Er hatte die Glasscheiben an der Stirnwand angebracht. Er wollte damit wohl eine schnellere Volksentwicklung erreichen. Auch in Russland wurde damit experimentiert. Dabei zielten die Tests darauf ab, durch das Sonnenlicht die Temperatur und Bruttätigkeit zu unterstützen und zu verbessern. Bedeutung der Lichtbeute und die Probleme damit Selbst Sklenar selbst scheint in seinem Hauptwerk "Imkerpraxis" nach und nach Abstand genommen zu haben vom Konzept der Lichtbeute. Am Ende hat sich die Beute jedenfalls nicht durchgesetzt. Wenn man genau darüber nachdenkt, ist das auch nicht verwunderlich. Die Bienen mögen einfach kein Licht in ihrer Bienenwohnung . Nicht umsonst ist es so, dass wenn Du willst, dass die Bienen den Honig umtragen, Du einfach Licht in die Zarge mit den Waben lässt. Das wird gerne bei Melezitosehonig gemacht. Das Sonnenlicht führte in der Beute zu unkontrollierbaren Temperaturschwankungen . Auch die Bienen konnten diese Störungen am Ende oft nicht ausgleichen. Das war weder gut für die Bienenbrut , als auch für den Waben -Bau und das Bienenwachs . Es war mit Sicherheit ein Test gegen die Natur der Bienen. Inzwischen wurde allerdings sogar überlegt, ob diese Beute sich zur Varroabekämpfung eignet. Die Theorie dahinter ist, dass die Varroamilben licht meiden. Aber diese Theorie ist sehr fraglich.... Fazit zur Lichtbeute Fakt ist sie ist Geschichte und war ein Irrweg , der aufgegeben wurde. Die Bieneninstitute haben diese Beute sicher gut getestet, jedoch der große Durchbruch blieb am Ende aus. Aber vielleicht stolpert man ja mal über so eine Beute und ist dann gewarnt. Oder man hat Lust gegen die Natur der Bienen zu experimentieren. Besser nicht... Das ist Tierquälerei.... Beste Grüße wünscht Imkerpate Quellen: "Wesen der Bienen" Oktober 1931 Archiv Imkerforum Beitrag zu dieser Beute -->Abgerufen 06.11.2016
- Bienenbox Test. Meine Bienenbox Erfahrungen bei der Arbeit mit den Bienen. Teil 2
Im Mai diesen Jahres hatte ich über meinen ersten Bienenbox Test berichtet. Bei diesen Bienenbox Erfahrungen ging es vor allem um die Lieferung und den Aufbau der Bienenbox. Jetzt möchte ich mal über meine Erfahrungen bei der Arbeit mit der Bienenbox berichten. Bienenbox Test: Imkern mit der Bienenbox Einen Standort finden für die Bienenbox Die ersten Tage schmückte die Bienenbox noch mein Wohnzimmer. Ich grübelte noch hin und her, wo ich sie denn nun aufstellen sollte. Es gibt so viele Dinge zu berücksichtigen beim Aufstellen der Bienenbeute. Im Bienenhaus war kein Platz. Zumindest würde sie dann zu hoch stehen. Im Freien neben meinen Ablegern wäre ggf. noch etwas Platz. Aber die stehen direkt vor einer Hecke. Das stört zwar nicht unbedingt, könnte sich auf den Test aber ungünstig auswirken. Zudem wäre die schöne Frontseite der Bienenbox ja gar nicht zu sehen. Und ich müsste extra ein Podest bauen. Da habe ich jetzt eigentlich gar keine Lust zu. Ich erinnere mich an den schönen Ständer den ich auf der Seite von Bienenbox.de gesehen habe. Leider war der bei meinem Testequipment nicht inklusive. Damit hätte ich die Bienenbox schön so hinstellen können, dass man sie auch von der Straße aus sieht. Bzw. hätte es neue Möglichkeiten eröffnet. Zum Beispiel hätte ich sie beim Rasen mähen ggf. wegstellen können. Zu nah an die Straße wollte ich sie nicht stellen und die Einflugschneise sollte nicht auf die Straße oder einen Weg auf dem Grundstück gehen. Selbst bei friedlichen Bienenarten ist es nicht klug im Weg zu stehen, wenn die Sammlerinnen nach am Flugloch eintreffen. Die Bienenbox hat ein schwarzes Dach und ist dunkel. Das sieht edel aus, ist bei Wärme aber von Nachteil. Ich brauchte also einen Bienenbeute-Standort der auch Schatten hat. Das Flugloch geht im Idealfall nach Osten oder Süden. Naja…Auch das schränkt die Möglichkeiten ein. Der entscheidende Standort-Tipp für den Bienenbox Test Irgendwann kam mein Vater vorbei und sah mich grübelnd durch den Garten irren. „Was ist denn los? Was suchst Du?“ fragte er. „Einen guten Platz für die Bienenbox.“ entgegnete ich. Ich schilderte die verschiedenen Vor- und Nachteile der Standorte, die mir bisher in den Sinn gekommen waren. „Stelle es doch einfach aufs Carport.“ meinte er. Ich überlegte eine Weile. Der Standort kam mir irgendwie zu sonnig vor und bei Regen würde es ggf. zu laut, da das Dach aus Blech ist. Auf der anderen Seite, war es ein guter Standort. Ich musste nichts bauen und die Beute war genau auf der richtigen Arbeitshöhe. Es dauerte noch drei Tage, dann hatte ich genug vom suchen nach dem perfekten Platz. Ab auf´s Carport mit der Bienenbox, sonst wird das ja nie was. Die Besiedlung der Bienenbox Schon hatte ich das nächste Problem an der Backe. Wie bekomme ich jetzt die Bienenbox besiedelt? Alle meine anderen Beuten sind auf Deutsch-Normalmaß-Rähmchen und die Bienenbox hat Kuntzsch-Rähmchen. Der Versuch mit Brutwaben die Bienenbox zu besiedeln Im Normalfall fülle ich meine Bienenwohnungen einfach, indem ich Brutwaben rein hänge und ein paar Bienen dazu packe. In letzter Zeit nutze ich da vor allem den Einwabenableger. Meine Deutsch-Normalmaß-Rähmchen passen nur einfach nicht in die Bienenbox. Ich versuchte es trotzdem. Ich hängte die Waben mit der Bienenbrut einfach in die leeren Kuntzsch-Rähmchen rein. Da sie nicht gedrahtet sind, war das kein Problem. Allerdings wurde das Ganze doch eine recht wackelige Angelegenheit. Irgendwann fiel beim fuckeln und hantieren eine Wabe um. Was mich zu dem Schluss brachte, dass es das ja wohl nicht sein kann. Zumal die Bienen dann im Anschluss alles miteinander verbauen, und dabei die Naturbaurähmchen nicht ordnungsgemäß ausgebaut würden. Irgendwie bräuchte ich einen Bienenschwarm. Aber seit ich meine Bienenvölker fleißig teile, ist mit einem Schwarm nicht sicher zu rechnen. Die Sache schien sich schwieriger zu gestalten, als erwartet. Bienenbox mit einem Schwarm besiedeln Ich ließ die Bienenbox erstmal Bienenbox sein und beschäftigte mich mit den anderen Völkern. Da lief mir eine Bienenkönigin über den Weg, bzw. über die Wabe. Da kam mir die Idee einfach eine Art Kehrschwarm zu machen. Es war so gegen halb vier, da ging ich mit der Wabe zur Bienenbox und kehrte alle Bienen samt Königin hinein. Dann holte ich noch zwei Waben mit Brut und kehrte auch diese Bienen dazu. Die Brutwaben gingen zurück zu ihrem Volk. Sie werden sich jetzt eine neue Weiselzellen ziehen, was im Mai ein recht risikoarmes Unterfangen ist. Nachdem ich die Bienen alle da rein gekehrt hatte, klappte ich den Deckel zu. Ich gebe zu ich war dabei nicht sehr achtsam. Im Grunde ging ich davon aus, dass die Bienenbox irgendwie so konstruiert war, dass nicht viele Bienen zerquetscht werden. Als ich zur Kontrolle den Deckel wieder anhob, wurde mir klar, dass ich den Rand immer gründlich von Bienen befreien muss. Sonst verursacht der Deckel ein unansehnliches Gemetzel. Ohnehin war die Sache mit so einem Deckel für mich neu und ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Wobei ich das mit dem Auf-und zuklappen inzwischen wirklich mag. Ich gebe zu, die Variante ist jetzt ziemlich faul. Eigentlich hätte ich meinen Kehrschwarm erstmal in Kellerhaft nehmen müssen. Ansonsten besteht ein Risiko, dass sie wieder ausziehen. Ich dachte mir, wenn sie über Nacht da drin bleiben und erstmal anfangen zu bauen, dann bleiben die auch da drin. Hilfe. die Bienen ziehen wieder aus Denkste… Meine radikale „faule“ Methode wurde bestraft. Am nächsten Tag gegen Mittag vernahm ich ein vertrautes Geräusch. Ein Bienenschwarm geht ab. Na den hole ich mir: dachte ich mir. Beim Kontrollieren der Fluglöcher, woher die Bienen kommen, stellte ich fest, dass es mein Kehrschwarm war. Nachdem ich sah das sich die Bienen am Zaun niederließen, freute ich mich für meine Bienen. Da hätte ich sie doch fast um dieses Hochgefühl des Schwärmens gebracht. So wie es in „das Leben der Bienen“ beschrieben ist. Und das Kellern kann ich mir jetzt auch sparen, dachte ich mir. Jetzt sind sie geschwärmt und damit ein richtiger Bienenschwarm. Bei einem richtigen Bienenschwarm habe ich es noch nicht gehabt, dass er wieder auszieht, wenn ich ihn noch am gleichen Abend in eine Beute eingeschlagen habe. Und auch für meine flüchtigen neuen Bienenbox-Bewohner ging ich davon aus, dass sie ihr neues Zuhause beim zweiten Mal akzeptieren würden. Leider kann ich die Bienen nicht fragen, was der Grund ihres Auszuges war. Offenbar war die Bienenbox aber auch wieder nicht so angenehm, dass sie partout nicht wieder ausziehen wollten. Ob der Auszug eher an der Bienenbox, oder an meinem Fehlverhalten, oder am Standort, oder an alledem lag, weiß ich nicht. Aber am Ende hatte ich meine „Mieter“ wieder in der Bienenbox einquartiert. Das erste Jahr mit der Bienenbox zum Wabenausbau Das Problem im ersten Jahr ist, dass man keine ausgebauten Waben hat. Definitiv angenehm ist dabei der Naturbau. Man muss keine Rähmchen drahten. Aber damit es voran geht, braucht man entweder einen großen Schwarm oder viel Bienenfutter. Nun mein Schwarm war mittelprächtig. Was auch bedeutete, dass er die Rähmchen zwar ausbaute, aber leider nicht schnell genug. Damit später für das Winterfutter auch genug Waben zur Verfügung stehen, musste ich immer wieder reichlich zufüttern. Ich nahm dazu einfach ein Plaste-schälchen einer leeren Gummibärchendose und füllte es mit Flüssigfutter. Darauf kamen ein paar Korken als Schwimmhilfe. Etwas unangenehm war es jetzt dieses Futter in die Bienenbox zu stellen, denn es gab keine Stelle wo man das Futter auf einen festen Untergrund stellen kann. Der Boden besteht aus einem Kunststoffgitter, das ist nicht so gut geeignet schwere Dinge wie Futtergefäße darauf abzustellen. Im Grunde geht es zwar, aber ich hatte doch immer wieder ein ungutes Gefühl, ich könnte den Gitterboden beschädigen. Zugegeben es ist ein leichtes ein Brettchen zu schneiden, was man rein legen kann. Rechts und links ist ein kleiner Holzrand, wo man dieses Brett ablegen könnte. So kann man sich seinen festen Untergrund schnell selber bauen. Aber ich war hier mal wieder etwas zu „faul“. Es ging aber auch alles gut. Rat aus Bienenbox Test für das erste Jahr Allerdings kann ich nur jedem raten mit der Bienenbox sich auch reichlich Futter zu besorgen, damit der Wabenausbau auch klappt. Sonst verhungern die Bienen am Ende im Winter und der Start in das neue Hobby geht mächtig schief. Mit der Besiedlung muss also ständig gefüttert werden im ersten Jahr, was bedeutet, dass es da wohl keine Honig-Ernte gibt. Als ich im Urlaub war, konnte ich meine Bienen in der Bienenbox nicht füttern. Aber alles in allem haben sie einige Waben ausgebaut. Ca. 8-10 Waben sind es am Ende geworden. Das ist eigentlich etwas knapp. Aber auch hier kann ich nur sagen, das liegt dann an mir. Ich hätte noch früher und noch reichlicher füttern müssen. Der Winter wird zeigen ob es reicht. Das nächste Jahr ist es dann aber auf alle Fälle einfacher, da dann schon ausgebaute Waben vorliegen. Allgemeine Arbeiten an der Bienenbox Wenn sich das Volk erstmal eingelebt hat und die Abdeckgaze auf dem Volk liegt, kann man mit der Bienenbox extrem angenehm arbeiten. Ich habe diese Beute über das Jahr richtig lieb gewonnen. Es ist angenehm, mal eben schnell den Deckel dieser Lagerbeute anheben zu können und einen Blick rein zu werfen. Dadurch, dass hier nicht gestapelt wird, muss man nichts abheben um an die richtige Wabe zu kommen. Durch den Deckel und die Beutenform, ist das Imkern extrem erschütterungsarm. Die Bienen in der Beute danken es mit äußerster Friedfertigkeit. Es ist einfach möglich direkt die Wabe zu ziehen die ich möchte, um zum Beispiel auf Brut zu kontrollieren, oder auf Pollen und Bienenbrot. Das führte dazu, dass es am Ende die Beute ist, bei der ich den Imkeranzug und auch den Imkerhut am meisten weg gelassen habe. Auch zur Präsentation von Bienen auf der Naturbauwabe, zog ich keinen Schutz an. Ohne Schutz zu arbeiten, kostet mich hin und wieder noch Überwindung, aber gerade bei der Bienenbox, fiel mir das besonders einfach. Beim Arbeiten mit dem Schied, muss ich ggf. noch dazu lernen. Es sollte nicht gar zu weit vom Brutnest entfernt hängen. Das würde die Entwicklung sicher noch stärker fördern. Aber das Schied hat auch beim Füttern immer dafür gesorgt, dass es immer ein angenehme Menge an Bienen war, die offen vor mir lagen, wenn ich den Deckel geöffnet habe. Varroabehandlung beim Bienenbox Test Als Varroabehandlungsmethode habe ich mich für den Nassenheider Verdunster entschieden. Den konnte ich einfach in ein leeres Rähmchen rein schrauben und einhängen. Die Varroabelastung war aber bisher nicht so stark, weshalb ich mir dann weitere Behandlungen erspart habe. Aber ich denke auch die Oxalsäurebehandlung dürfte bei der Bienenbox angenehm durchzuführen sein. Denn ich komme an alle Wabengassen sofort ran. Das macht es einfach und schnell und die Bienentraube kühlt dann nicht so schnell aus. Auch das Wabenziehen und behandeln mit Milchsäure ist schnell und Effektiv zu bewerkstelligen. Das ist halt wieder der Vorteil einer Lagerbeute. Zusammenfassung zum Bienenbox Test Die Bienenbox hat mich im Bienenbox Test wirklich überzeugt. Auch wenn ich nächstes Jahr nochmal schauen muss wie kompliziert das mit der Honig-ernte wird. Ich gehe gerne an die Bienenbox und werfe einfach mal einen Blick rein. Die Bienen werden dabei kaum gestört. Das ergibt friedliche Bienen und damit macht es mir Mut auch mal ohne Schutz zu hantieren. Das macht das Imkern irgendwie auch nochmal etwas aufregender. Die einfache Zugänglichkeit der Waben machte viele Arbeiten leichter, weil man einfach so viel schneller an die Wabe kommt, die man haben will. Das Füttern ist wichtig, im ersten Jahr noch mehr, da mit dem Futter auch die Waben gebaut werden. Allerdings fehlen mir hier noch die Fütterungshilfen, mit denen man auch mal mehr Futter geben kann. Aufgrund meiner Standortwahl und der doch recht dunklen Bienenbox, hatte ich im Sommer bei warmen Temperaturen schon große Sorgen, das mir die Waben in der Bienenbox schmelzen. Ich werde mir noch etwas einfallen lassen müssen, was Schatten spendet und wo der Deckel trotzdem noch so unkompliziert aufgeht. Ich bin gespannt wie die Bienen in der Bienenbox über den Winter kommen… Im Frühjahr kann ich dazu mehr berichten… Dein Imkerpate
- Mullerbrett bzw. Varroacatch Erfahrungen. Was wir aus den Tests lernen können.
Meine ersten Mullerbrett Erfahrungen bzw. Varroacatch Erfahrungen habe ich im September gemacht. Kaum hatte ich vom Mullerbrett gelesen, habe ich mir eines Bestellt. Dumm nur dass die Bienensaison eigentlich zu Ende war. Einzig mein Septemberschwarm fiel aus der Reihe, was mir die Möglichkeit gab erste Mullerbrett Erfahrungen zu sammeln. eigene Mullerbrett Erfahrungen Ich packte das Mullerbrett auf eine besetzte Bienenbeute . Darauf kam eine Zarge mit meinem kleinen Bienenschwarm . Ich war voller Erwartungen ob und wie viele Milben ich damit fangen würde. Dummerweise hatte ich mit meinem Aufbau am Ende wenig Erfolg. Der Schwarm hatte keine Milben. Selbst unter den toten Bienen war keine Milbe zu finden . Das heißt ich kann weitere eigene Mullerbrett Erfahrungen erst im nächsten Jahr sammeln. Bericht und Meinungen zu Mullerbrett Erfahrungen Beim Lesen von "dieBiene" (10/2016) stieß ich jetzt auf einen Artikel der sich mit der Wirksamkeit vom Mullerbrett auseinander setzte. Der Artikel begann etwa in der Weise: "Es ist der Traum vieler Imker die Varroa ohne Chemie im Griff zu haben." Im Anschluss lies er zumindest meine Traumblase schnell wieder Platzen. Viele chemiefreie Varroabekämpfungen werden aufgegriffen. Wie die Drehbeute, kleine Wabenzellen , Primorski Bienen , Killer-Faktor, Varro-Grill bzw. Varroacontroller und Pseudoskorpion . In der Praxis wurde noch für keine dieser Massnahmen von den Bieneninstituten eine entscheidende Wirksamkeit bewiesen. Für das Mullerbrett wurde gar darauf Verwiesen, das es nur unter neuem Etikett wieder aufgetaucht ist. Es fühlte sich schon etwas beschämend an diesen Satz zu lesen. Wie kann es sein, dass eine Sache die sich so gut und vielversprechend anhört, so unwirksam sein kann. Früher hieß das Mullerbrett auch " Heinrichs Zwischenboden" Es war 1990 als die Imker gespannt auf eine chemiefreie Varroabekämpfung Namens "Heinrichs Zwischenboden" schauten. Die Herzen schlugen höher bei dem Gedanken, endlich dieses lästige Thema mit den Varroamilben im Griff zu haben. Der Unterschied zwischen Heinrichs Zwischenboden und dem Mullerbrett bestand vor allem darin, dass es sich hier um zwei bienendichte Gitter und ein milbendichtes Gitter handelte. Beim Mullerbrett gibt es nur ein bienendichtes Gitter und ein milbendichtes Gitter. Dieser Vorläufer vom Mullerbrett wurde gleich zweimal in der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim getestet. Beide Tests führten zu den gleichen Erfahrungen bzw. Ergebnissen. Das Konzept war nicht geeignet die Milben ohne Chemie in den Griff zu bekommen. Auch damals schon bestand die Theorie das die Milben zu der offenen Brut wollen und sich daher fallen lassen. Am Ende sollen sie im Zwischenboden gefangen werden. Eine Diplomarbeit hat am Ende bewiesen , dass die Milben im Volk nicht wirklich dezimiert wurden. Es wurden die Restmilben bestimmt indem auch die Milben auf den Honigbienen ausgewertet wurden. Denn entscheidend ist nicht der natürliche Totenfall sondern die wirklich verbleibenden Bienen im Bienenvolk . Jetzt 20 Jahre Später gibt es das Mullerbrett und den Varroacatch. Laut Dr. Gerhard Liebig im Grunde einfach Abwandlungen von "Heinrichs Zwischenboden". Im Artikel steht, die Erfolgsmeldungen dürften zum Nachbau und zum Kauf selbst des teueren VarroaCatch anregen. Och... Wie wahr....Ertappt... das Problem bei Mullerbrett und der Varroacatch Die Erfahrungen von Dr. Gerhard Liebig zeigen, dass es nicht auf die Milben ankommt, die herunterfallen, sondern das es auf die Milben ankommt die im Bienenvolk verbleiben und sich weiter vermehren können. Aber 584 Milben zu fangen muss doch irgend etwas bedeuten...Denkt man da fast unwillkürlich. Dr. Liebig verweist hier allerdings auf die Beobachtung , dass bei der Teilung vom Bienenvolk in einen Flugling mit Königin und ein Brutvolk ohne Königin, der natürliche Milbenfall oft schlagartig ansteigt . Dabei ist es unerheblich ob sich darunter offene Brut befindet, oder ob das Volk einfach auf einem Gitterboden mit eingeschobener Windel steht. Der "Duftkontakt" spielt dabei keine Rolle. Es wird vermutet, dass mit dem Abgang der Flugbienen sich die Bienentraube auflöst. Diese hat den natürlichen Milben(ab)fall behindert. Zudem entsteht der meiste Milbenfall wenn befallene Bienenbrut schlüpft. Dabei schlüpfen auch nicht vermehrungsfähige und nicht lebensfähige Milben . Es sind oft diese Milben die man dann im Gemüll findet. Das klingt irgendwie plausibel... Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn das alles so einfach funktioniert. Mullerbrett Erfahrungen. Lassen sich die Milben fallen? Nutzen die Milben die Bienen wirklich als Milbentaxi ? Lassen sich die Milben am Ende wirklich fallen um zur nächsten Brut zu kommen? Lockt sie der Duft der offen Brut tatsächlich nach unten. Laut den Erfahrungen von Dr. Liebig kann dies nicht bestätigt werden. Im Normalfall schlüpfen die Milben mit der Arbeitsbiene . Der Bienenentwicklung folgend, wird diese Biene bald zur Ammenbiene und versorgt daher Bienenbrut. Somit hat die Milbe jede Menge Gelegenheit sich in der Zelle mit der Bienenlarve fallen zu lassen. Die Drohnenbrut muss für die Milben dabei nicht durch den Geruch anziehender sein. Den Tatsächlich wird die Brut der Drohnen ohnehin viel intensiver gepflegt, als die Brut der Arbeitsbienen. Was den Anstieg der Milben in der Drohnenbrut erklären kann. Mehr zur Varroa-Entwicklung hier--> Varro-Entwicklung Fazit zu den Mullerbrett Erfahrungen Die Milben in der Falle sind nicht unbedingt das Resultat einer erfolgreichen Varroabekämpfung, sondern vor allem ein Resultat natürlichen Milbenfalls. Wobei die durch die Massnahme erzwungene Brutpause ggf. zur Gesundung des Bienenvolkes beiträgt. Das kann dann auch die Mullerbrett Erfahrungen erklären, welche zeigen das am Ende weniger Milben im Bienenvolk sind. Lebende Milben lassen sich allerdings nicht ohne weiteres einfach Fallen, auch nicht durch den Geruch der offenen Brut, welche sich vor dem Verdeckeln befindet. Wenn Du andere Erfahrungen gemacht hast, schreib doch einen Kommentar... Danke fürs lesen, Beste Erfolge gegen die Varroa wünscht Imkerpate. Quelle: "dieBiene" Ausgabe 10/2016 Artikel "Varroa fangen im Bienenvolk" Interessant ist sicher auch die Seite von Dr. Gerhard Liebig auf www.immelieb.de geschrieben am 02.11.2016
- Honig und Propolis. Ein top Medikament zum Immunsystem stärken.
Jetzt wo die Tage wieder kürzer werden und es draußen kalt wird, suche ich schnell nach einem Medikament zum Immunsystem stärken . Hilfe ich muss mein Immunsystem stärken 2007 habe ich in Frankfurt am Main gearbeitet und gelebt. Ich hatte eine kleine Wohnung im obersten Stock eines Hochhauses mit Blick auf die Skyline. Ein herrlicher Ausblick... Irgendwann im Februar ereilte mich eine Erkältung. Ein fieser Schnupfen ließ mich zwei Taschentuch-Packungen in wenigen Minuten verbrauchen. In Anbetracht dessen, dass meine Nase das Verhalten eines vor sich hin tropfenden Wasserhahns annahm, stellte ich mich darauf ein, einen ganzen Sack Taschentücher zu kaufen. Immerhin verbrauchte ich innerhalb von fünf Minuten eine ganze Packung. Ich fühlte mich schwach und ausgelaugt, torkelte in die Küche und machte mir einen guten Grog mit reichlich Honig . Einen Grog mit Honig machen Wie das geht? Zwei drei gehäufte Teelöffel Honig in ein Glas, etwa die gleiche Menge Rum drauf (bei der starken Variante Glas bis zu einem Drittel mit Rum auffüllen) und dann mit heißem Wasser das Glas (200 ml) voll machen. Dann umrühren bis sich der Honig aufgelöst hat. Irgendwie muss ich bei Honig und kochendem Wasser immer an die Kritiker denken, die schreien, aber die vielen Vitamine im Honig , die gehen doch bei 40° C kaputt. Ich fühlte mich aber selber voll kaputt , was interessiert mich da die Methode Honig korrekt zu erwärmen . Meine einzige Hoffnung war, dass der Zucker im Honig den Rum in meine Adern pumpt. Er soll den Alkohol schmuckeln wie ein trojanisches Pferd. Nur dass kein kleines Männchen mit einem Schwert herausspringt, sondern das den Viren und Bakterien die volle Breitseite guten Pott-Rums entgegenschlägt . Ich trank das Ding dann mit einem etwas verzogenem Gesicht, so ziemlich auf ex. Soweit das bei einem heißen Getränk das vor Alkohol strotz eben möglich ist. Ich spürte wie mein ganzer Körper warm wurde. Nehmt dies ihr fiesen Viren: d achte ich bei mir als ich mich ins Bett fallen ließ. Der Pott-Rum knallte nicht nur die Viren weg. Ich fiel schlagartig in einen seeligen Schlummer. Die Wunderheilung Am nächsten Morgen wachte ich auf und sah auf ein Meer aus Taschentüchern am Boden vor dem Bett. Da wurde ich mir gewahr, dass meine Nase nicht mehr lief. Ich war wieder vollkommen genesen. Für einen Moment dachte ich. Vielleicht bin ich einfach nur vollständig ausgelaufen. Aber es war mehr. Kein Kopfschmerz, keine Halsschmerzen, kein Husten oder sonst irgend etwas. Einfach Top Fit. Es war zugegeben meine erste und einzige Wunderheilung dieser Ar t die ich erleben durfte. Zwar Versuche ich diese Methode immer gerne wieder , aber ich habe es nie wieder geschafft einfach alle Viren mit so einer Art Neutronenbomben-Grog auf einmal zu vernichten. Die chronische Erkältung Naja. .. sagst du jetzt vielleicht... Das macht Honig noch lange nicht zu einem Medikament zum Immunsystem stärken . Recht hast Du. Das war nur die Erwärmung für die eigentliche Geschichte. Zwei Monate später glückte mir die Wunderheilung mit einem Honig-Grog nämlich nicht mehr. Ich hatte mich erkältet und musste mich der (wie ich dachte) zwei wöchentlichen Erkältung stellen. Hmm. Nach zwei Wochen war die Erkältung zwar halbwegs abgeklungen, aber irgendwie hatte sie Spuren hinterlassen. Der Hals fühlte sich immer noch entzündet an. Jeden Morgen nach dem Aufstehen schickte ich ein kleines, schleimiges Etwas über das Waschbecken in die Weiten der Frankfurter Kanalisation. Vollständige Gesundheit ist jedenfalls ein anderer Zustand. Soviel musste ich meinem Spiegelbild eingestehen. Das ging dann noch bis Ende Mai. Wo man eigentlich denkt, dass einem das schöne Wetter schon jede Krankheit austreibt. Aber nein, dass morgentliche Ritual meinen Schleimfreund auszuräuspern und auf Reisen zu schicken blieb bestehen. Und nein. Ich schoss mich nicht jeden Abend mit einem Grog ins Bett. Nicht das noch jemand behauptet es war eine Nebenwirkung vom Alkohol. ;-) Jetzt war ich soweit, für meine persönlich Erkenntnis: " Ich brauche ein Medikament zum Immunsystem stärken! " Die Suche nach dem richtigen Medikament zum Immunsystem stärken Nun ja... Die Apotheke lag auf meinem Weg zur Arbeit und so schlenderte ich dank meiner segensreichen Erkenntnis dort hinein. Was bestellt man zum Immunsystem stärken? Dachte ich mir und blickte die Verkäuferin etwas ratlos an. Die Gute half mir aus der Patsche und gab mir Zink-Kapseln die ich regelmäßig nehmen sollte. Sie würden nicht sofort wirken, aber mit der Zeit stabilisiert sich das Immunsystem, wenn die Lager wieder mit Zink aufgefüllt sind . Und was soll ich sagen. Meine Apothekerin hatte recht. Mit der Zeit kehrte meine Gesundheit wieder zurück. Hier mal ein Zink-Produkt. Schau dich doch mal auf Amazon um es gibt davon eine ganze Menge mehr... Klicke auf den Link um mehr zu erfahren... Lebensmittel mit Zink Um mir die Kapseln zu sparen habe ich mir nachdem ich wieder gesund war mal angesehen, wo überall Zink drin ist. Folgende Lebensmittel sind dabei gute Zinkversorger. Käse Fleisch, vor allem Geflügel Haferflocken Nüsse Austern Linsen Weizenmischbrot Das Birchermüsli hat es mir angetan. Dazu mische ich Haferflocken mit Müsli. Darauf kommt etwas Studentenfutter, dazu 1/3 Obst des Tages und verrührt mit griechischem Joghurt und gesüßt mit Honig. Powerfrühstück kann ich nur sagen. Als Nussmischung kommt für mich nur noch das Seeberger Studentenfutter in Frage. Die anderen sind meist mit billigen Erdnüssen angereichert. Auch bei Amazon gibt es die Tüte zu einem annehmbaren Preis. Einfach auf die Tüte klicken... Warum nicht jede Menge Nahrungsergänzungmittel? Ich bin skeptisch was die Nahrungsergänzungsmittel angeht. Insbesondere wenn man sie über einen langen Zeitraum nimmt. Letztlich liegen sie meist nicht in ihrer natürlichen Form vor. Nachdem es immer wieder zu Nebenwirkungen wie Krebs und ähnlichem durch den exzessiven Gebrauch von künstlichen Nahrungsergänzungsmitteln gekommen ist, nehme ich persönlich davon Abstand. Da ist es schön das uns die Natur durch die Vorratshaltung der Bienen, einfache Nahrungsergänzungsmittel zur Verfügung stellt um unser Immunsystem zu stärken. Bienenprodukte die wie ein Medikament das Immunsystem stärken Propolis und seine Wirkung zum stärken des Immunsystems Kommen wir zu den Bienenprodukten denen die Gabe zugesprochen wird, wie ein Medikament das Immunsystem zu stärken. Das ist vor allem Propolis . Es enthält vor allem die Vitamine A,C,E und H sowie B Vitamine. Es versorgt uns auch mit Spurenelementen wie Aluminium, Chrom, Kalzium, Kobalt, Eisen, Mangan, Kupfer ,Zinn Vanadium, Silizium. Propolis wirkt gegen Viren, Bakterien und gegen Pilze. Es ist also virostatisch, antibakteriell und antimykotisch. Auch den reichlich enthaltenen Flavonoide n wird ein großer gesundheitlicher Beitrag zugestanden. Propolis wird gegen Entzündungen eingesetzt und soll gegen oxidativer Stress wirken. Als eine der wichtigsten vorbeugenden Wirkungen zum Stärken des Immunsystems empfinde ich die Eigenschaft, dass sich durch Propolis die Aufnahme von Vitamin C stark verbessern soll. siehe auch --> Propolis anwenden Honig und seine Wirkung zum stärken des Immunsystems Auch im Honig steckt so Manches drin, was unser Immunsystem unterstützt. Der Honig enthält C, B und H-Vitamine. Auch Panthothensäure, sowie Nikotinsäure und Folsäure sind enthalten. Das heißt aber nicht, dass er ein großer Vitaminspender ist. Honig gibt durch seinen Zucker einfach viel Energie. Was den Stoffwechsel anregt und damit die Aufnahme anderer Nährstoffe fördert. Auch hat man festgestellt, dass man durch Honig besser schlafen kann. Was oft auch zur Gesundung und Gesunderhaltung beitragen kann. Auch haben Studien gezeigt, dass Honig besser wirkt als der Wirkstoff Dextromethorphan und auch besser, als wenn man gar nichts macht. Siehe Artikel --> Ist Honig für Kleinkinder gefährlich. Wirkt er gegen Husten? Bienenbrot und seine Wirkung zum stärken des Immunsystems Bienenbrot bzw. Perka ist quasi das All-Round-Nahrungs-Produkt im Bienenstock . Es enthält quasi alle guten Bestandteile in einem guten Verhältnis. Es ist ein sehr eiweißreiches Produkt, enthält aber auch Fett und Kohlenhydrate. Der Geschmack ist lieblich süß und erinnert etwas and die Fruchtmüslie-riegel . Zudem enthält es Pollen und Propolis. Wodurch es ggf. auch hilft gegen Allergien und Entzündungen. Fazit zum Medikament zum Immunsystem stärken Neben einfachen Medikamenten wie Zink-Präparaten, helfen mitunter schon die richtigen Nahrungsmittel. Aber auch die Palette der Bienenprodukte kann unserem Immunsystem auf die Sprünge helfen. Vielleicht ist ja was dran an der Theorie, dass gerade Imker oft besonders alt werden. Wer weiß.... Viel Erfolg beim Gesund werden und bleiben....wünscht Imkerpate. Quellen: http://eatsmarter.de/ernaehrung/gesund-ernaehren/10-zinkhaltige-lebensmittel --> Abgerufen am 29.10.2016
- Honig einfrieren. Wie du cremigen Honig bekommst ohne rühren.
Ich bin mal wieder über das Thema "Honig einfrieren" gestolpert. Damit soll man ja ganz unkompliziert super cremige Honig bekommen. Ich selbst bin darauf gestoßen als es 2012 in der Bienenzeitschrift stand. Und dann hab ich es gleich ausprobiert. Macht "Honig einfrieren" den Honig haltbarer? Ich stehe ja auf dem Standpunkt, dass Honig bei optimaler Lagerung ewig haltbar ist. Dazu muss man den Honig nicht einfrieren. (Siehe auch Beitrag: Honig Haltbarkeit. ) Vorrausgesetzt natürlich der Honig erfüllt die Honigrichtlinie und hat einen Wassergehalt von <18 Prozent. Zwar kann Honig durch Bakterien in Gärung übergehen und Gärhonig werden. Aber nur die Sporen können im Honig überleben wenn der Wassergehalt zu gering ist. Erst wenn sich im Honig Bereich befinden, welche mehr Wasser enthalten, können Bakterien ihre Arbeit aufnehmen. Auch offene Gläser müssen deshalb normalerweise nicht eingefroren werden, wenn länger kein Honig verbraucht wird. Das Honig einfrieren macht also wenig Sinn, wenn es um die Haltbarkeit des Honigs geht . Aber für die Cremigkeit und den Geschmack kann es Auswirkungen haben. Was macht Honig cremig? Damit wir mal den Zielzustand klar haben. Honig ist eine übersättigte Zuckerlösung. In den meisten Fällen bedeutet das, dass es mit der Zeit zur Kristallisation kommt. Jeder Kristall braucht dabei einen Kristallisationskeim . Das sind meist Pollenkörner , Staub oder Wachspartikel. Beim Impfen von Honig nutzen wie dabei die Zuckerkristalle vom Impfhonig. Gibt es nur wenige Kristallisationskeime , dann werden diese größer. Das kannst Du mit deiner Zunge beim essen spüren. Durch die Größe der Kristalle kommt es zu einem "verkanten" bzw. "verhaken" unter den Kristallen.Es fühlt sich grob bis kratzig an . Es ist auch optisch schon gut zu sehen, wenn Du den Honig aus dem Glas nehmen möchtest. Beim Überrühren von Honig kommt es übrigens dazu, dass sich die Kristalle gar nicht mehr untereinander verhaken. Sie sind zu klein . Die Kristalle sinken ab und über den Kristallen entsteht ein Film von einer konzentrierten Zuckerlösung. Was dann für die Haltbarkeit des Honigs schlecht ist. Das wäre dann schon fast Backhonig . Damit Honig cremig wird, müssen wir dafür sorgen, dass viele kleine Kristalle entstehen. Im Normalfall sorgen wir dafür, indem wir den Honig rühren. Durch das Rühren werden die Kristalle immer wieder aufgebrochen. So kann nicht ein Kristall schneller wachsen als der andere. Auch das vermischen sorgt dafür, dass am Ende viele kleine Kristalle vorhanden sind. Das fühlt sich dann auf der Zunge zart schmelzend an. Du kannst also mit der Zunge keine einzelnen Kristalle wahrnehmen, sondern nur einen cremigen Honig. Es ist auch kaum möglich Kristalle im Honig zu erkennen. Das Ziel muss es also sein die optimale Grösse für die Kristalle zu finden . Was passiert beim Honig einfrieren? Wenn wir den frisch geschleuderten Honig einfrieren bilden sich oft viele kleine Kristalle. Das Risiko zu kleiner Kristalle wie beim Rühren besteht zudem nicht. Hier mal eine Erklärung aus dem Imkerforum: Der Honig ist eine Zuckerlösung welche Wasser enthält. Beim Einfrieren wird der Zuckerlösung Wasser entzogen, die restliche Lösung wird konzentrierter und es bilden sich viele kleine Zuckerlösungstropfen. Jeder Tropfen ist ein kleiner Honigtopf in dem es zur Kristallisation kommt. Der entstehende Kristall ist sehr klein und hat keinen Kontakt zu anderen Kristallen. Beim Auftauen schmilzt das Eis und das Wasser kann wieder Zucker lösen. Der Zuckerüberschuß in der Lösung ist nicht mehr so groß. Die vielen kleinen Zuckerkristalle stellen jetzt den Kristallisationskeim. Es entsteht Cremehonig. Eine etwas einfachere Erklärung ist, dass der Prozess der Kristallisation einfach langsamer von statten geht. In der Kälte können die Kristalle nicht so schnell wachsen. Ob das an den Enzymen liegt, die blockiert werden oder ob es physikalische Prozesse sind, scheint nicht ganz klar. Letztlich scheint es mir als gibt es hier vor allem Theorien. Klar bewiesene habe ich gerade nicht gefunden. Wenn Du eine hast kannst Du sie gerne in den Kommentar schreiben. Besonderheiten der Kristallisation je nach Temperatur Interessanterweise ist angeblich das Kristallwachstum zwischen +6°C und -7°C am schnellsten. Weshalb diese Temperaturspanne auch beim Auftauen schnell überbrückt werden muss. Ist es schnell kalt genug erstarrt der Honig in der flüssigen Phase. Die Moleküle können sich so schnell nicht zu geordneten Kristallgittern formen. Eine Tiefkühltruhe reicht aber weder bei der Kälte noch bei der Geschwindigkeit der Kühlung. Deshalb kommt es zu einer verzögerten Kristallisation. Beim Auftauen bleibt die cremige Konsistenz nicht erhalten. Sobald der Honig wieder in normaler Umgebungstemperatur ist, setzt sich die Kristallisation fort. Honig einfrieren und die damit verbundenen Probleme Honig zieht gerne Wasser und beim Auftauen bildet sich normalerweise Kondenswasser . Das kann problematisch sein für den Honig. Da sich auf dem Honig ein Film mit Wasser bilden könnte, was mit zu hohem Wassergehalt in einem Teil des Honigs einhergeht. Was zu Gärung führen kann. Ist der Honig in einem Honigglas, was bereits etikettiert ist, dann kann auch das Etikett Schaden nehmen, bzw. sich vorzeitig ablösen . Im Forum wird darauf verwiesen, dass es gerade beim DIB-Glas problematisch sein kann, da die Deckel nicht dicht sind. Wobei ich gerade diese Gläser durch die Deckeleinlage für dichter halte, als manch andere Varianten. Wenn Du größere Behältnisse einfrieren möchtest, dann brauchst du eine entsprechende Truhe. Von Nachteil scheint zudem, dass durch das größere Volumen die Kerntemperatur zu lange zwischen 6 bis -7 Grad bleibt. Ist der Honig dann schon zu cremig, dann lässt er sich auch nicht mehr abfüllen. Oder Du müsstest ihn wieder erwärmen. Der Honig muss während der gesamten Kristallisationsphase (die verlangsamt ist) eingefroren sein. Das heißt Du benötigst genügend Platz in der Kühltruhe. Für die ganze Ernte bräuchtest du gar eine eigene Kühltruhe. Zum Schutz vor Verbrauchertäuschung muss das Einfrieren auf dem Etikett vermerkt werden. Prozesse im Honig und im Glas bzw. Keramik sind ähnlich Im Forum standen auch einige schöne Beschreibungen zu den Prozessen. Hierbei werden Vergleiche zur Kristallisation von Glas bzw. Keramik gezogen. Sie kommen von einem Ingenieur für Keramik. Wenn Du Glas heiß machst wird es flüssig. Würde es ganz langsam abkühlen, würden sich auch Kristalle bilden. Da das aber recht schnell geschieht, bleibt das Glas durchsichtig. Ebenso wie flüssig gefrorener Honig. Das ganze geht auch mit geschmolzenem Schwefel der zum Abkühlen mit Wasser abgeschreckt wird. Auch er ist für eine Weile durchsichtig und gummiartig. Sowohl beim Glas als auch beim Schwefel geht jedoch weiterhin die Kristallisation von statten. Beim Glas würde das eben Jahrhunderte dauern, beim Schwefel geht es schneller(siehe Diatretglas von den Römern). Er wird relativ schnell spröde und trüb. Bei Keramik sieht das ähnlich aus. Letzlich spielt sich alles nur in anderen Temperaturbereichen ab. Bei Keramik werden für die Kristallisation übrigens extra Verunreinigungen hinzugegeben. Ach ja Honig ist übrigens tixotroph . Was soviel heißt wie es ist ein Fluid, was beim Kneten dünnflüssig wird. Lässt man es in Ruhe wird es wieder fest. Kneten ist jedoch mit dem Risiko verbunden Luft einzuarbeiten. Zumal dafür eine Menge Kraft benötigt würde. Übrigens wird auch der Vorgang beim Handwärmer für die Krisallisationserklärung herangezogen. Das Klicken was den Wärmevorgang auslöst, stellt einen Kristallisationskeim dar. Von dem aus wächst der Kristall dann. Wann wird Honig durch einfrieren cremig? Nun ja. Ob Honig fest oder flüssig ist, wird von den Zuckerarten bestimmt. Nur Honig der auch fest wird kann am Ende auch cremig werden. Bei Akazienhonig hat man da z.B. schlechte Karten. Hier mal die Bestimmungsfaktoren was auf die Kristallisationszeit Auswirkungen hat: Zuckerverhältnis vorhandene Schwebstoffe (Kristallisationskeime) Temperatur (auch geringe Unterschiede) Wassergehalt Bewegung der Honigs vor dem Einfrieren (z.B. Rühren) ggf. Impfen des Honigs Am Ende muss ich sagen, dass es nicht ohne weiteres Vorhersagbar ist, wie lange ein Honig eingefroren werden muss bis der Kristallisationsvorgang abgeschlossen ist. Welchen Honig einfrieren? Hat der Honig einen zu hohen Wassergehalt könntest du ihn aus Haltbarkeitsgesichtspunkten einfrieren. Ansonsten eigenen sich vor allem Frühjahrshonige die meist einen hohen Traubenzuckeranteil haben und daher meist ohnehin schnell kristallisieren. Da muss der Honig auch nicht so ewig ins Kühlfach. Das Betrifft dann vor allem Rapshonig aus der Rapstracht , oder Obstblüten und Löwenzahnblütenhonig. Eine Besonderheit stellt dabei Heidehonig dar. Dieser hat einen kolloidalen Eiweißgehalt. Was ihm eine gelatineartige Konsistenz verleiht. Die tiefen Temperaturen wirken offensichtlich auf die Eiweißstrukturen ein so das der Honig cremig wird. Die Imker die es getestet haben, berichten dass er durch das einfrieren weniger fest wird. Wird der Sommerhonig geimpft ( ca. 5%) kann das Einfrieren auch zu einem cremigen Honig führen. Andere Hinweise zu Cremigkeit von Honig Presshonig wird angeblich besonders cremig. Platzt das Glas beim Honig einfrieren? Ich habe es versucht und es ist noch nie geplatzt. Der Wasseranteil ist normalerweise zu gering um das Glas zu sprengen. Auch habe ich nicht gelesen, dass das irgendwo als Problem angeführt wurde. Kosten Nutzen vom Honig einfrieren Halten wir fest... Das Einfrieren muss über einen längeren Zeitraum (Monte) gehen und es wird Platz für die gesamte Ernte benötigt. Es ist besser den Honig im Glas einzufrieren. Das bedeutet wird unterhalten eine eigene Gefriertruhe für den Honig. Was nicht nur in den Anschaffungskosten das rühren übersteigt, es kostet auch weit mehr Strom in der Lagerung. Ein Rührwerk braucht nur Strom wenn der Honig gerührt wird. In manchen Fällen wird nochmal Strom aufgewendet zum Honig verflüssigen wenn nochmal umgefüllt bzw. abgefüllt wird. Selbst wenn das Lager zum Temperieren auch Energie benötigt. Eine Kühltruhe hat wohl einen weit höheren Verbrauch, insbesondere in Bezug auf das Fassungsvermögen. Honig Waben einfrieren Es gibt auch Imker die frieren ihre Honigwaben ein. Hier kann es dann auch wieder flüssiger Honig sein. Also zum Beispiel Robinienhonig oder Akazienhonig. Der Zweck hier ist, die Waben vor Wachsmotten und Ungeziefer zu schützen . Allerdings kristallisiert der Honig auch in der Waben, wenn es ein Honig ist der Kristallisiert. Imkermeinungen von Test aus den Foren Grundsätzlich funktioniert das mit dem cremigen Honig nicht immer. Einige Imker sind zu dem Schluss gekommen, dass das Ergebnis den Aufwand nicht Wert ist. Einige fanden den ehemals gefrorenen Honig sogar im Geschmack schlechter, als den gerührten. Das Ergebnis von gerührtem Honig ist weit besser als das von gefrorenem. In den meisten Fällen konnte zumindest ein Unterschied zwischen gerührtem und gefrorenem Honig beim Geschmack festgestellt werden. Es gibt aber auch viele Überzeuge "Einfrierer". Wer den richtigen Honig und die richtige Temperatur und Lagerzeit gefunden hat, der kann ein neues Geschmackserlebnis kreieren. Manche bezeichnen die Konsistenz als Marzipan-artig. Es gab auch auch Versuche wo alle Gläser einer Charge eine andere Konsistenz hatten. Der Honig ist oft nach langer Zeit noch flüssig, kristallisiert aber extrem schnell aus, wenn er aufgetaut wird. Kennzeichnungspflicht für Honig der eingefroren war In der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung §4 Abs.5 steht das der Honig der eingefroren wurde mit "aufgetaut" gekennzeichnet werden muss. siehe --> www.lwg.bayern.de/bienen Siehe auch Bundesrecht Verordnung über die Kennzeichnung von Lebensmitteln Diskussion zur Kennzeichnung Zwei Monate später war in der Bienenzeitschrift dann eine Diskussion zur Kennzeichnungspflicht enthalten. Dabei wurde der Standpunkt vertreten, dass Honig nie gefroren ist. Zumindest nicht in einer handelsüblichen Gefriertruhe. Der Hinweis "aufgetaut" führt dabei mitunter eher zu einem Irrtum beim Kunden als das weglassen eines solchen Hinweises. Honig ist eben nicht wie die viele andere Lebensmittel Eiweißreich. Denn es gilt vor allem für eiweißreiche Lebensmittel, dass durch das Einfrieren eine Änderung an der Substanz resultiert. Die Eiweiße denaturieren durch das Einfrieren. Für Honig wird dies so nicht gesehen. Das Verflüssigen vom Honig ist eher ein "auftauen" . Wobei das auf dem Etikett nicht vermerkt werden muss. Letztlich wird empfohlen den Hinweis zumindest Positiv zu gestalten. Zum Beispiel: "Dieser Honig wurde nach dem Abfüllen in das Glas eingefroren und ist nah dem Auftauen bei vollständig erhaltenem Aroma feincremig" Oder "Dieser Honig war eingefroren, um nach dem Auftauen eine feincremige Konsistenz ohne Erwärmung oder mechanische Behandlung zu erhalten." Interessant fand ich den Hinweis, dass der Honig in anderen Ländern pasteurisiert wird. Das wird gemacht um ihn flüssig und keimfrei zu halten. So ist der Honig auch für Kleinkinder ungefährlich. Da gibt es dann eben auch den Werbeaufdruck "nicht pasteurisiert". Meine eigenen Erfahrungen zum Honig einfrieren Also ich habe das Experiment mit Freude durchgeführt. Allerdings kann es sein, dass ich den Honig durchaus schon gerührt habe. Ich habe Frühjahrshonig genommen, da der bei mir ohnehin immer recht schnell auskristallisiert. Für den Test habe ich einfach so 10-15 Gläser in ein Gefrierfach gepackt . Eine eigene Kühltruhe für Honig habe ich nämlich nicht. Ich fand es immer wieder faszinierend, wenn ich am Gefrierfach war, das der Honig noch flüssig war. Zumindest sah es optisch von außen immer so aus. Tatsächlich teile ich die Erfahrung mit den anderen Imkern, dass der Honig nach dem Auftauen extrem schnell kristallisiert . Oft sogar am gleichen Tag. Was ich auch teile, ist das der Honig definitiv eine andere Konsistenz hatte. Das wirkt sich immer auch auf den Geschmack aus. Den ersten aufgetauten Honig den ich gegessen hatte, fand ich vom Geschmack voll Hammer . Das war eine Cremigkeit wie ich sie vorher nicht kannte . Meine Kunden habe ich dazu immer informiert. Manche wehrten sofort ab . "Was der Honig war gefroren?" Manche waren offen dafür. Ich hatte auch Kunden die speziell diesen Honig haben wollten. Immerhin ist das nichts was es überall und bei jedem Imker gibt. Und da mein Gefrierfach einen begrenzten Raum hat, war das gut auch knapp. Ein typisches Beispiel von einem verknappten Gut . Das weckt mitunter Begehrlichkeiten. Ich habe das dann noch ein zwei Jahre so gemacht. Allerdings ist der Aufwand doch recht groß . Und die gesamte Ernte kann man so nicht cremig bekommen. Ich finde das Rühren bei größeren Ernten definitiv effektiver ist. Nicht zu verachten ist aber der Aspekt, dass ich einen neuen Honig anbieten konnte. Und dass als Standimker . Denn geschmacklich macht es definitiv einen Unterschied. Und ich konnte so einen Kunden für mich gewinnen. Fazit zum Honig einfrieren Ich finde es ist immer ein Experiment wert. Und eine Handvoll Gläser für den Gefrierschrank abzuzweigen ist OK. Belohnt wirst du mit neuen Geschmackseindrücken und du bekommst die Gelegenheit deinen Honigkunden etwas neues anzubieten. Vielleicht bekommst du dafür sogar einen besseren Preis, denn das Gut kannst du gut knapp halten. Den Honig im großen Stil durch einfrieren cremig zu machen, ist aus meiner Sicht nicht sinnvoll. Die Ergebnisse sind zu unvorhersehbar und die Risiken dem Produkt zu schaden hoch. Auch kommt noch der Extraaufwand für den Zusatzhinweis auf dem Glas dazu. Erfahrungen kannst du gerne in die Kommentare schreiben... Viel Erfolg beim Experimentieren wünscht Imkerpate Quellen: * Wikipedia -->abgerufen 07.09.16 * http://www.gesetze-im-internet.de/lmkv/__4.html -->abgerufen 07.09.16 * Imkerformum.de -->abgerufen 07.09.16 * Zeitschrift "die Biene" 03/2012 und 05/2012
- Mullerbrett Varroacatch und Varroafalle. Wie Du über 500 Milben fängst ohne Chemie und Säure.
Mullerbrett , VarroaCatch bzw. Varroafalle sind die neuesten Methoden zur Varroabekämpfung . Das beste daran ist, dass Du hier ohne Chemie wie Ameisensäure , Milchsäure oder Oxalsäure arbeitest. Andere Mittel wie Bayvarol , Thymovar oder Perizin bilden Rückstände im Bienenwachs und sind daher mit einem hohen Qualitätsanspruch bei Honig , Wachs und Propolis kaum vereinbar. Mullerbrett. Was ist die Varroafalle, Varroacatch überhaupt? Bei dieser Varroabekämpfungs-methode hängst Du eine Art Varroa-milben-Sieb zwischen Waben mit auslaufender Brut und Waben mit Bienenbrut kurz vor dem Verdeckeln . Die verdeckelten Waben kommen dabei über die offene Bienenbrut und das Mullerbrett direkt dazwischen. Die Varromilben lassen sich nach dem Schlupf der Bienen fallen, um zu den Waben mit der offenen Brut zu gelangen. Die Varroafalle hat jetzt zwei Gitter. Ein Insektengitter oben und ein milbendichtes Gitter darunter, welches aber den Geruch der Brut durchlässt. Die VarroaMilben passieren das obere Insektengitter und bleiben auf dem feinmaschigerem Netzt darunter liegen. Der Geruch zum Brutnest verhindert jetzt, dass sie wieder nach oben krabbeln. Das Insektengitter sorgt zudem dafür, dass sie nicht wieder ohne weiteres auf eine Biene krabbeln können. Des Weiteren enthält das Mullerbrett eine Stelle wo die Bienen die Zarge verlassen können. Was dem Prinzip des Fluglings entspricht. Der Varroacatch ist eine Abwandlung welche wie eine Wabentasche funktioniert. Das heißt das Sieb ist integriert in eine Box in welche die Waben gehängt werden können. Varroacatch bzw. Mullerbrett und seine Vorteile Verlängert die Möglichkeit zur Honigernte um bis zu 2 Monate Kann auch während der Tracht verwendet werden. Ist rein Biotechnisch, bzw. mechanisch es verwendet keine Chemie, daher entstehen auch keine Rückstände Es gefährdet die weder Bienen noch Bienenbrut durch Verätzungen oder Vergiftungen wie bei Säuren geringere Störung der Bienenvolkinternen Kommunikation durch erhalt eines natürlichen Stockgeruchs kaum Störung des Wärmehaushaltes Die Massnahme ist auch früh im Jahr anwendbar Kann auch für Brutscheunen verwendet werden Kann gleichzeitig zur Völkervermehrung verwendet werden es müssen keine Bienen getötet werden, wie beim Drohnenschneiden oder der Fangwabe Zulässige Methode für Demeterimker und Bioimker und andere Zertifizierte Imkerei-Betriebsweisen Mullerbrett und seine Nachteile Funktioniert nur für Magazin-Beuten . Erfordert zwei übereinander liegende Bruträume. Bei früher Anwendung muss daher ein Schied verwendet werden Löst den Volksverbund auf, da die Ammenbienen von der jungen Brut getrennt werden. Was zu bisher ungeklärten Verwerfungen in der Volksentwicklung führen kann. Denn die Nestduftwärmebindung wird gestört. Mitunter kann dies zu Stress beim Bienenvolk und damit zu anderen Bienenkrankheiten führen. Verhindert die biologische Selektion auf Varroaresistenz. Wie sie für die Projekte zur VSH-Biene benötigt werden. Erfordert das Umhängen von Waben Durch die Volkstrennung erfordert es die Suche nach Weiselzellen bevor das Volk wieder vereinigt werden kann. Dabei kann es ungünstig sein, Weiselzellen auszubrechen , da eine Nachschaffung noch im Bienen-Programm steckt. ggf. weniger Honig bei der Trennung der Volksbestandteile, da jetzt die Sammelbienen wieder Brut pflegen müssen, da die frisch geschlüpften Bienen nicht als Ammenbiene arbeiten können. Sie kommen ja selbst nicht an die Brut. Das Vorgehen und die Funktionsweise beim Mullerbrett auf eine Zarge mit offener Bienenbrut und Bienenkönigin kommt das Mullerbrett . Wenn das Königin finden dir zu viel Arbeit macht, dann kehre die Bienen einfach alle in diese Zarge ab. Ca. 80 Prozent der Milben befinden sich ohnehin in der Brut. Auf das Mullerbrett wird dann eine Zarge gestellt die mit bereits verdeckelten Brutwaben bestückt wird. Packe auch drei Futterwaben dazu, da die frisch geschlüpften Bienen bis zum ca. 12. Tag nicht fliege n können und daher selbst keinen Nektar sammeln können. Da auch Wächterbienen fehlen musst du auch das Flugloch verengen, sonst droht Räuberei . Die älteren Bienen verlassen die obere Zarge, da sie die Bienenwohnung wieder über das alte Flugloch betreten. in den nächsten ca. 16 Tagen schlüpft die Brut über dem Mullerbrett. Die Milben zieht es zur offenen Brut. Die höchste Anziehungskraft hat dabei die Brut die genau 5,5 Tage alt ist . Das ist logisch da die Brut am 6 Tag verdeckelt wird, und die Milbe dann ungestört in der Wabenzelle agieren kann. Die Milben fliegen nicht mit den Bienen aus der Beute solange sie noch offene Brut riechen . Der Geruch der 5,5 Tage alten Brut ist so anziehen, dass sie sich fallen lassen und auf dem Fangsieb landen. Dort verhungern die Milben . Sie steigen nicht wieder auf, da sie sich immer in Richtung des Geruchs bewegen. Da die Bienenkönigin sich unter dem Brett befindet und ständig neue Eier legt, befindet sich unter dem Mullerbrett immer Brut im Stadium von 5,5 Tagen . Die Bienen in der Zarge über dem Mullerbrett fühlen sich Weisellos. Sie setzen daher Weiselzellen bzw. Nachschaffungszellen an. Du kannst das nutzen und gleich eine umgelarvte Edelzelle einhängen, oder auch einen Zuchtrahmen . Es ist auch möglich später eine unbegattete oder begatte Königin zuzuhängen. Da eine Königin noch mindestens eine Woche braucht bis sie begattet ist und ca. eine Woche bis sie Eier legt, kannst du unbegattete Königinnen recht früh zuhängen. Von den 16 Tagen bis die Brut vollständig geschlüpft ist, sind dann schon 12-14 Tage vergangen. Im Grunde ist es damit auch eine Massnahme zur Schwarmverhinderung . Nach den 16 Tagen solltest Du das Volk wieder vereinigen . Hierbei ist es wichtig auf offene Weiselzellen zu kontrollieren. Sind diese vorhanden ist es meist besser das Volk als Ableger weiter zu entwicklen und ggf. am Ende der Saison wieder zu vereinigen. Denn oft weiselt das Volk sonst später trotzdem um. Varroamilben-Tests mit dem Geruch von 5,5 Tage alter Bienenbrut Die Milben haben keine Augen. Deshalb hat man untersucht, wie sie die 5,5 Tage alte Brut überhaupt findet. Dabei hat man herausgefunden, dass sie sich mit ihren Geruchssinn orientiert. Der Geruch von Bienenlarven ändert sich während der Fütterung etwa jeden halben Tag. In dem Versuch wurden 5,5 Tage alte Larven mit Wasser abgewaschen. Dieses Wasser mit dem enthaltenen Geruch wurde dann durch Verdunstung reduziert. Das verstärkte den Geruch nach 5,5 Tage alter Brut. Auf einer Fläche wurde dann ein grauer Kreisring mit diesem Wasser bepinselt. Wird eine Varroa-Milbe auf diese Fläche gesetzt, dann bewegt sie sich sofort auf den grauen Kreisring zu. Hat sie den grauen Ring erreicht, verlässt sie diesen nicht mehr bei ihrer weiteren Suche. Varroacatch als Alternative zum Mullerbrett Beim Varroacatch handelt es sich um einen Aufbau der in die Beute gehängt wird. Ggf. ist es damit dann auch möglich eine Varroafalle in einer Lagerbeute zu bauen. Allerdings fehlt dann der anziehende Duft von frischer Brut von unten. Ein Stück weit wird dies allerdings erreicht, da die Seiten neben den Waben durch Platten vollständig verschlossen sind. Es muss hier aber auch beachtet werden, dass es nicht immer einfach ist den Varroacatch tatsächlich in die Beute zu hängen, da nicht immer der Platz nach unten ausreicht. Mitunter erfordert dies dann zusätzliche Konstruktionen. Beim Varroacatch gibt es eine Beschränkung an Brutwaben die in den Varroacatch gehängt werden können. Da der Varroacatch eine Wabentasche darstellt, ist seine Kapazität beschränkt (wenn ich es richtig sehe dann sind das 3 Waben). Beim Mullerbrett können beliebig viele Waben über die offene Brut gehängt werden. Das sind dann oft ca. 9 Waben. Die Konstruktion vom Mullerbrett ist zudem einfacher und damit Kostengünstiger als ein Varroacatch. Allerdings verursacht der Varroacatch durch seine Integration ins Bienenvolk ggf. weniger Störungen im Bienenvolk. Mullerbrett Testerfahrungen Im Artikel "Mit Netz und doppeltem Boden" in der Bienenzeitschrift "die Biene" teilt Hubert Dietrich seine Erfahrungswerte zu einem selbst gebauten Mullerbrett . Bzw. kommt seine Konstruktion dem Varroacatch sehr nahe. Er nennt das ganze die Starnberger VarroaFalle . Dabei hat er 3 verdeckelte Zanderbrutwaben in die Wabentasche mit dem untergebauten Sieb gehängt. Vom 7.-20. Mai 2016 sind dabei 585 Milben in die VarroaFalle gegangen . Christian Schmid hat aus seinen Versuchen in 2014 berichtet, dass er Volk mit dem Mullerbret behandelt hat. Später hat er eine Drohnenwabe analysiert und bei 2000 Drohnenlarven gerade mal eine Milbe gefunden. Mullerbrett / Varroacatch Kosten Wenn Du es selbst herstellen möchtest, dann liegen die Kosten bei 10-20 Euro. Du benötigst dazu folgendes: Bretter 17mm x 80mm 2500mm : 5 Euro (Als Alternative geht ein fertiges Fluglingsbrett für ca. 10 Euro) Gitter fein 0,2 mm x 300 mm x 350 mm ca. 4 Euro Gitter grob 2,0 mm x 300mm x 350 mm ca 5 Euro (alternativ Fasadengitter 1 Euro) Schrauben und Kleber 1 Euro Fertige Mullerretter gibt es auch zu kaufen für Preise von 20-30 Euro . Allerdings noch nicht für jedes Bestellsystem. Der Varroacatch kostet 59,80 Euro inkl. Mehrwertsteuer bei Varroacatch.com . Dort kannst du auch für 4,9 Euro für einen Kunststoffabsperring bzw. für 10 Euro eine Ersatz-Edelstahlmembran kaufen. Gedanken zum Mullerbrett bzw. zum Varroacatch Ich finde dieser Ansatz ist neben der varroaresistenten Biene einer der vielversprechendsten Ansätze zur Varroabekämpfung. Es macht mir sogar schon etwas Angst, dass er am Ende die Zuchtbemühungen zur Varroaresistenz ausbremst. Denn die Bekämpfung scheint sowohl einfach als auch Effektiv zu sein. Eine Resistenzbildung ist aus meiner Sicht nicht möglich, die Milben müssten ihr Verhalten schon massiv ändern um dieser Varroafalle begegnen zu können. Ich fände es spannend, wenn diese Varroafalle mit einer Behausung für Bücherskorpione kombiniert wird. Die können die Milben dann fressen, wenn sie runter fallen. Sie können sich ggf. radikal vermehren und das Volk auch im Rest des Jahres gut schützen. Es wird wichtig sein zu Untersuchen, wie das Aufbrechen des Volkes durch das Zwischenschieben des Mullerbrettes sich auf das Bienenvolk auswirkt. Wie entwickeln sich in diesem Zusammenhang die Bienenkrankheiten. Im Grunde kann es in beide Richtungen gehen. Schließlich wirkt das Mullerbrett ähnlich wie eine vollständige Brutentnahme . Dabei wird die Übertragung von Krankheiten bei der Brut unterbrochen, da sich Keime nicht ohne weiteres Übertragen können zwischen alter und junger Brut. Auf der anderen Seite könnten sich auch Nachteile ergeben , wenn die Brut die über das Brett gehängt wird, letztlich schlechter gepflegt wird. Zum Beispiel könnte es zu Temperaturschwankungen kommen die sich ungünstig auswirken . Auch für alle Lagerbeuten wie die Golzbeute müssen Konstruktionen gefunden werden die funktionieren. Auch für die Bienenkiste , Bienenbox und und Bestellsysteme die zum Beispiel mit Naturbau arbeiten ist dieses Verfahren noch nicht anwendbar. Mullerbrett selbst bauen Die Bauanleitung findest Du bei den Quellen. Hier mal der Draht den Du für den Selbstbau benötigst. Unterstützung für dieses Thema durch Kommentare und Likes sind herzlich willkommen, Erfolg in der Varroabekämpfung mit dieser neuen Methode wünscht Imkerpate Quellen: * Varroabekämpfung mit dem Mullerbrett von Bienenschmidt.at -->abgerufen 04.09.16 * Bauanleitung Mullerbrett --> Bienen-schmid.com pdf-->abgerufen 04.09.16 * Erfahrungsbericht Mullerbrett pdf -->abgerufen 04.09.16 * varroacatch.com -->abgerufen 04.09.16 * Zeitschrift "die Biene" Ausgabe 08 2016 Artikel: "Mit Netz und doppeltem Boden" * Bienen-schmid.com --> abgerufen 04.09.16
- Honigbiene. Ein Steckbrief rund um das Halten von Honigbienen.
Zu einer Seite rund ums Imkern gehört auch ein Steckbrief zur Honigbiene . Den ohne die Honigbienen gebe es auch keine Imkerei. Steckbrief Honigbiene bzw. Honigbienen Bezeichnung : Biene bzw. Honigbiene. Lateinische Bezeichnung : Apis Klasse : Insekten Überfamilie : Apoidea (Stechimmen) Insekten-ordnung : Hautflügler Größe : 10 - 15mm Gewicht : ca. 0,1 g Geschwindigkeit : Fluggeschwindigkeit ca. 24 h/km männliche Biene : Drohne Alter : 1 - 5 Jahre (nur die Bienenkönigin ) Arbeitsbienen 4-6 Wochen im Sommer,im Winter bis zu 9 Monaten. Drohnen mein nur wenige Wochen. Aussehen : braun schwarz gestreift, einige Bienenrassen auch gelb-schwarz gestreift Geschlechtsdimorphismus : Ja -->Was ist Geschlechtsdimorphismus ? Nahrung : Pollen und Nektar Rätzel-wort : APIS Verbreitung /Ausbreitung/ Vorkommen : weltweit (nicht in der Antarktis) ursprüngliche Herkunft : Westasien, Europa, Afrika Schlaf-Wach-Rhythmus : tagaktiv Lebensraum : Felder, Wiesen, Wälder, Bergtäler natürliche Feinde : Hornissen, Vögel, Bienenlaus, Varroamilbe , Menschen, Bären, Buckelfliege Geschlechtsreife : spätestens 10 Tage nach dem Schlupf (nur Königin bzw. männliche Drohnen) Paarungszeit : Mai - August Sozialverhalten : staatenbildendes Insekt Vom Aussterben bedroht : Nein Nahrung und Lebensraum der Honigbienen (Verbreitung) Die Nahrung der Honigbienen setzt sich zusammen aus Nektar bzw. Honig , Pollen und Gelee Royal . Der Honig entsteht dabei aus Blütennektar bzw. Honigtau . (Mehr dazu den unterschiedlichen Honigarten im Artikel: " Wie entsteht Honig? ") Ernährung mit Pollen, Honig & Gelée Royal Der Pollen bildet dabei die Eiweißquelle für die Honigbienen, sie benötigen es vor allem um die Bienenlarven damit zu füttern. Es ist der wichtigste Teil der Ernährung der Larven. Honig ist mit dem Hauptbestandteil Zucker der Energielieferant der Honigbienen . Damit heizen sie die Brutwaben und halten sich im Winter im Bienenstock in der Wintertraube warm. Gelee Royale ist der Stoff der aus einer Arbeitsbiene eine Bienenkönigin ( Weisel ) macht. Die Ammenbienen produzieren diesen Stoff aus speziellen Futterdrüsen. Am Anfang bekommt jede Honigbienenlarve diesen Stoff. Es gibt auch für die Drohnen einen extra Futtersaft...das Apilarnil . Lebensraum und Verbreitung Der Lebensraum der Honigbiene muss Höhlen als Bienenwohnung bieten und ausreichend Bienenweide um die Nahrungsversorgung sicher zu stellen. Wichtig ist zudem, dass eine ausreichend lange Wärmeperiode mit ausreichend Nahrungsversorgung zur Verfügung steht. Auch die Kälteperiode sollte ca. 6 Monate nicht überschreiten. Wobei das Angebot an Nahrung wichtiger ist, als die länge der Kälteperiode. Die kann mit Unterstützung von Imkern, oft auch überwunden werden. Diese lagern die Bienenbeuten mit dem Bienenvolk dann unter der Erde in Kellern. Die Verbreitung der Honigbiene ist dabei weltweit. Honigbienen gibt es auf jedem Kontinent mit Ausnahme der Antarktis. Auch allzu große Trockenheit und Hitze kann kontraproduktiv sein. Denn die Honigbienen brauchen auch Wasser und das Bienenwachs würde bei zu großer Hitze schmelzen. Das Temperatur Optimum liegt zwischen 35 und 36 °C . Jürgen Tautz hat hierzu einige Forschungsergebnisse veröffentlicht, welche einen Zusammenhang zwischen der Temperatur und der Intelligenz der Bienen herstellen. Honigbienenarten & Honigbienen-Rassen Es gibt in Deutschland , Österreich und der Schweiz , bzw. in Europa vor allem fünf wichtige Honigbienenarten . Natürlich gibt es weit mehr Bienenarten , aber diese haben sich unter den Bienenhaltern durchgesetzt. In Deutschland ist vor allem die Carnica - Rasse und die Buckfast-Biene stark verbreitet, in Teile gibt es auch wieder die dunkle Biene . In Südeuropa sind die Honigbienenarten Ligustica und Caucasica noch verbreitet. Honigbiene und Wildbiene voneinander zu unterscheiden, geht am besten wenn man die Insekten zu ihrem Nest zurück verfolgt. Wildbienen leben oft Solitär und nicht in einem Bienenvolk. Dabei gibt es weit mehr Wildbienenarten , als in den inzwischen bekannten Insektenhotels leben. Meist sind sie kleiner und haben oft auch eine andere Art den Pollen zu sammeln . Nicht alle können beim Pollen sammeln auf die besonderen Beine der Honigbiene zurück greifen. Diese haben extra Haarhalterungen für den Pollen. Honigbienen ohne Stachel Es gibt auch Honigbienen-Arten ohne Stachel . Diese sind allerdings in Südamerika beheimatet und benötigen oft auch eine spezielle Flora. Der Honigertrag ist dabei sehr gering und die Waben sind eher als Block aufgebaut, statt als Scheibe wie bei den anderen Honigbienen. Fortpflanzung der Honigbiene Anders als bei der Geschichte von den Bienchen und den Blümchen geht es bei der Vermehrung der Honigbienen ziemlich brutal zu. Hier töten sich die Königinnen und explodieren die Männchen ( zum Filmausschnitt aus More then Honey ) bei der Begattung. Gekrönt von einem Massenmord " der Drohnenschlacht " am Ende der Paarungszeit. Als erstes stellt das Bienenvolk als Gesamtheit fest, ob eine neue Bienenkönigin gebraucht wird. Das kann in Notsituationen sein, wenn die Königin abhanden kommt, oder wenn das Volk auf seinem Entwicklungshöhepunkt ist. Der Höhepunkt der Entwicklung fällt meist mit dem Ende der ersten großen Tracht zusammen. Dann erreicht die Bienenvolk-Größe ihr Maximum von 70.000 bis 100.000 Honigbienen. Jetzt legen die Arbeitsbienen Weiselzellen an um eine neue Bienenkönigin (Weisel) zu ziehen. Bevor die Prinzessinnen schlüpfen verlässt die alte Weisel die Bienenbeute mit etwa der Hälfte des Bienenvolkes. Dieses Schwärmen ist besonders schön beschrieben in dem Buch " das Leben der Bienen ". Der Bienenschwarm sucht sich dann über Spurbienen ein neues zu Hause. Dort beginnen sie dann sofort mit dem Nestbau . Es entsteht ein neuer Honigbienen-Tierstaat . Bei den Prinzessinnen im Nest geht es derweil um Leben und Tod . Die erste Honigbienen-Königin die schlüpft, tötet alle anderen . Es sei den die anderen Bienen halten sie davon ab. Das geschieht oft dann, wenn das Volk so groß ist, dass es sich auch mehrfach teilen kann. Diese junge Prinzessin muss nun noch durch die Drohnen begattet werden. Dafür fliegt sie mit Begleitbienen zum Hochzeitsflug aus. Das Honigbienen Paarung geschieht solange, bis die Samenblase gefüllt ist. Sie wird dabei von etwa 8 Drohnen begattet. Die Drohne stirbt bei der Begattung/ Paarung, denn diese findet in luftigen Höhen statt. Nur hier funktioniert die natürliche Befruchtung, denn der Druck unterstützt den Vorgang des Herausstülpens vom Sexualorgan. Der Drohn explodiert dabei förmlich. Hier zu sehen im Video/Film >>> männliche Honigbiene explodiert . Nach etwa einer Woche geht die Königin im Honigbienen Bau in Eiablage. Die Honigbienen Eiablage hat dabei ein Produktionsvolumen von ca. 2000 Eiern pro Tag . Interessant ist auch, dass die Genetik bei den Honigbienen anders ist als beim Menschen. Bei der Honigbiene entscheidet die Anzahl der Chromosomen darüber ob es eine männliche oder weibliche Biene wird. Drohnen haben immer nur ein Chromosom . Weiteres im Artikel >>> Fortpflanzung der Honigbiene . Körperbau und Zeichnung zum Aufbau der Honigbiene Der Körper teilt sich vor allem in Kopf, Brust und Hinterleib auf (siehe Honigbiene Zeichnung ). Die Honigbiene besitzt sechs Beine und vier Flügel. Wobei die Flugmuskulatur auch zur Regelung der Temperatur eingesetzt wird. Die Honig-biene kann die Flugmuskulatur auch auf Leerlauf schalten und so Wärme produzieren. Der Kopf ist mit verschiedenen Sinnesorganen ausgestattet. Wobei die Zunge und die Fühler der Honigbiene zu besonderen Sinnesleistungen fähig sind. So werden Bienen am Flughafen wie Spürhunde eingesetzt. Sie benutzt diese Organe auch zur Orientierung und Kommunikation . Die Orientierung über die Augen funktioniert dabei vor allem Über Muster. Anhand der Muster kann sie auch Entfernungen Einschätzen. Einige wichtige Organe der Honigbiene sind die Honigblase, die Samenblase, das Herz und der Magen. Du kannst gut erkennen, dass die meisten Organe sich im Hinterleib befinden. Das Herz befindet sich im Brust-körper. Erwähnenswert ist noch das Sammelbein der Honigbiene, was nicht alle Wildbienen besitzen. Sie kann damit besonders gut Pollen sammeln . Entwicklung der Honigbiene und ihr Lebensweise im Jahresverlauf von der Larve zur Honigbiene Honigbienen entstehen aus einem Ei und durchlaufen ein Larvenstadium, an dessen Ende verpuppt sich die Larve und reift zur fertigen Biene. In den ersten Tagen bekommen alle Larven noch Gelée Royal, welches von den Ammenbienen produziert wird. Später wird für die meisten anderen Larven das Futter umgestellt, sodass sie Arbeitsbienen bzw. Drohnen werden. Arbeitsbienen schlüpfen am 21. Tag. Die Drohnen schlüpfen am 23. Tag. Die Bienenkönigin schafft die Verwandlung von Bienenlarve zur fertigen Honigbiene in 16 Tagen. die Bienenwesen Bienenkönigin, Drohne, Arbeitsbiene Die Bienenkönigin regiert nicht das Volk, aber ohne sie und ihre Pheromone funktioniert der Bien nicht. Die Pheromonproduktion und damit die Bienenkönigin wird indirekt über das Futter der Ammenbienen beeinflusst. Die Pheromonproduktion ist am stärksten, wenn die Weisel Eier legt und dafür benötigt sie genügend Futter. Die Hauptaufgabe der Weisel ist damit die Fortpflanzung. Die Aufgabe der Drohnen ist auch nur die Vermehrung. Allerdings produziert ein Volk etwa 2.000 Drohnen und nur etwa 1 kommt tatsächlich zur Paarung. Das Aussehen der Honigbiene und der Bienenwesen kannst du in den Bildern sehen. Lebenslauf der Arbeitsbiene (Tätigkeiten) Die Arbeitsbiene durchläuft in ihrem Leben mehrere Berufe. Sie beginnt als Putzerin und durchläuft dann die Berufe Ammenbiene, Baubiene, Wächterbiene und Sammelbiene. Die benötigten Organe bilden sich für den entsprechenden Beruf aus, bzw. andere zurück. So braucht eine Ammenbiene größere Futterdrüsen um das Gelée Royale zu produzieren. Bei den Baubienen laufen die Wachsdrüsen auf Hochtouren. Es gibt auch noch andere Berufe wie Heizerbienen, bzw. Honigtransportbienen, Spurbienen und Räuberbienen . Im Tagesablauf der Arbeitsbienen steht dabei oft weniger Arbeit als man vom Mythos des fleißigen Bienchens erwarten sollte. Forscher haben festgestellt, dass die Bienen im Tagesablauf oft auch einfach nur herumstehen und Pause machen. Offenbar ist die aber auch wichtig um in Krisensituationen ein Heer an Arbeitern verfügbar zu haben. Im Notfall kann übrigens jede Honigbiene wieder jeden Beruf annehmen. Allerdings benötigt ggf. die Umbildung der jeweiligen Organe etwas Zeit. Alleine ist eine Honigbiene nicht Lebensfähig . Auch die Drohnen sind ohne Bienenvolk nicht lebensfähig und sterben bei der Drohnenschlacht. Kommunikation der Honigbienen In der Zusammenfassung kann man sagen, dass die Bienen vor allem über Gerüche und Vibrationen kommunizieren. Die stärkste Geruchssteuerung geht von der Bienenkönigin aus. Aber auch sonst geschieht im Bienenvolk das meiste über Geruch. Dabei riecht die Honigbiene mit der Zunge und mit Sinneszellen an den Fühlern. Bei Züchtungen die gegen die Varroa Resistenzen gebildet haben, zeigen sich bestimmte Sinneszellen an den Fühlern. Findet eine Sammelbiene eine ergiebige Tracht, dann teilt sie dies anderen Honigbienen im Bau mit. Dazu nutzt sie die Honigbienen-Tänze Schwänzeltanz und Rundtanz. Beim Honigbienen Tanz nutzt sie auch die Wabe zur Kommunikation. Sie überträgt eine Vibration auf die Wabe, so dass andere Bienen diese über die Sinneszellen an ihren Beinen wahrnehmen können. Weitere Informationen im Artikel>>> Kommunikation der Honigbienen . Die Wichtigkeit der Honigbiene im Ökosystem bzw. in der Ökologie Von Veganern wird die Haltung der Honigbiene ja oft als Tierquälerei bezeichnet. Der Imker empfindet das allerdings nicht als Quälerei. Er bemüht sich nach Kräften es den Bienen so optimal wie möglich zu gestalten, dabei hat er natürlich die Gewinnung von Bienenprodukten im Blick. Erst durch diese Nebeneinkünfte ist es zudem möglich wieder neue Gelder zu investieren. So kann das Geld aus dem Honigverkauf für neue Bienenweide ausgegeben werden. Auch die Mittel gegen die Varroatose müssen müssen bezahlt werden. Die Varroabekämpfung ist immerhin ein wichtiges Thema in der Imkerei. Sie hat ein sehr einfachen Hobby, etwas komplizierter gemacht. Die Honigbienen dienen in der Ökologie vor allem der Bestäubung . Ihre Effektivität in der Bestäubung kommt dabei vor allem durch die Überwinterung. Erst die Überwinterung der Honigbiene macht es möglich im Frühjahr zur ersten großen Blüte genügend Insekten zur Bestäubung zu haben. Viele andere Bienenarten befinden sich zu diesem Zeitpunkt noch im Aufbau ihrer Population. Je nach Obstsorte sind dabei bis zu 80 Prozent der Früchte auf die Bestäubung der Bienen zurück zu führen. Das hat auch eine gewaltige ökonomische Bedeutung . Von schätzungsweise 100 Pflanzenarten die für über 90 Prozent der Ernährung der Menschen sorgen, werden 71 von Honigbienen bestäubt. In Europa gehören dazu 84 Prozent der 4.000 bekannten Gemüsearten sowie 264 Getreidearten, deren Ertrag bis zu fünfmal höher ist als bei Arten, welche ohne Insekten auskommen. Die Honigbienen bestäuben zudem rund 80 Prozent der Nutz- und Wildpflanzen von der Karotte, über den Kürbis bis hin zum Klee. Die Honigbiene ist damit ein sehr wichtigstes Nutztier. Das Umweltbundesamt bewertet sie als drittwichtigstes Nutztier nach Rind und Schwein . Ganz Allgemein ist das Überleben der Menschen dadurch aber nicht von den Bienen abhängig. Allerdings... eine gewisse Hungersnot könnte es schon auslösen. Der berühmte Satz "Stirbt die Honigbiene stirbt der Mensch" ist somit durchaus überholt . Sie dient aber auch Vögeln, Spinnen, Wespen und Hornissen als Speise. Somit profitiert das gesamte örtliche Ökosystem vom Bienenvolk . Ich kann das durchaus bestätigen. Mit den Honigbienen-Völkern im Garten, haben auch die Vogelarten zugenommen, die sich hier beobachten lassen. Auch die Wespen und Hornissen haben dabei leider zugenommen. Bienensterben der Honigbiene Es gibt verschiedene Ursachen die für Bienensterben verantwortlich gemacht werden. Der wichtigste Faktor ist dabei die Varroamilbe , die zudem Bienenkrankheiten auslöst. Auch die Buckelfliege wurde schon angeführt. In den USA scheint das Bienensterben allerdings auf die Art der Bienenhaltung zurück zu führen sein. Auch die Regeln zur Schädlingsbekämpfung sind in Amerika nicht so stark reglementiert wie bei uns. Deshalb stehen auch Schädlingsbekämpfungsmittel im Verdacht. Verhalten im Umgang mit der Honigbiene Jedes Kind weiß das die Honigbiene auch stechen kann. So ein Bienenstich ist ziemlich schmerzhaft. Der Stachel sollte möglichst schnell entfernt werden, sonst pumt er weiter Gift in den Körper. Allerdings ist bei richtigem Verhalten ein Stich recht unwahrscheinlich. Honigbienen mögen allerdings keine Alkohol-Fahnen oder starken Düfte. Honigbienen sind besonders friedlich, wenn sie Schwärmen oder wenn sie den Duft von Rosmarin, Lavendel oder anderen intensiven Blütendüften riechen. Der Imker setzt Rauch ein um die Bienen friedlicher zu machen. Durch den Rauch denken die Bienen es brennt und sie saugt sich mit Honig voll. Mit voll gefüllter Honigblase kann die Biene aber besonders stechen. Auch weiße Kleidung wirkt beruhigend auf die Bienen. Unterrichtsmaterial zur Honigbiene (pdf) Hier gibt es Unterrichtsmaterial zur Honigbiene als Pdf vom deutschen Imkerbund . Unterrichtsmaterial von ima-agrar als pdf südamerikanische Honigbiene und asiatische Honigbiene Beim Thema südamerikanische Honigbiene, kann man entweder auf die Bienen ohne Stachel kommen, oder auf die Killerbienen. Letztlich wurde die Killerbiene nämlich in Südamerika gezüchtet. Entstanden aus einer Kreuzung europäischer und afrikanischer Bienen. Es entstand die sogenannte afrikanisierte Honigbiene. Die asiatische Honigbiene wiederrum war es die uns die Varroamilbe beschert hat. Allerdings kann sie selbst damit gut umgehen. Sie hat noch einen weiteren Feind. Eine Hornissenart, gegen welche die europäische Honigbiene machtlos ist. Es scheint als wäre dieser inzwischen auch im Süden Europas angekommen. Hier mal ein Video wie die asiatische Honigbiene eine Wespe kocht um sie zu töten. Denn tot stechen können die Bienen diese Wespe nicht, da diese ein zu dicke Panzerung hat. Video zu Honigbiene vs Riesenhornisse Viel Freude mit Honigbienen wünscht Imkerpate Quellen: Umwelt im Unterricht: Ökologische Bedeutung der Honigbienen --> Abgerufen 25.07.2016











